Brahm, Ajahn (28. Auflage, 2006)

Die Kuh, die weinte – Buddhistische Geschichten über den Weg zum Glück, Lotos Verlag.

Sind Sie noch auf der Suche nach einem Geschenk? Wie wäre es dann mit dem Bestseller Buch mit Kurzgeschichten von Ajahn Brahmavamso Mahathera, kurz: Ajahn Brahm „Die Kuh, die weinte“? Brahm ist seit über 32 Jahren buddhistischer Mönch und knüpft mit seinem Buch an der Erzählkunst Buddas vor 2.600 Jahren an. Dabei verknüpft er uralte spirituelle Weisheit der Theravada mit lebensnahen Themen. In 108 kurzen Geschichten, die er in all den Jahren als Mönch immer wieder erzählt hat, öffnet er inspirierende Perspektiven und regt zum Nachdenken an. Voll Humor, Empathie und Herz erzählt er aus eigenen Erfahrungen und vermittelt augenzwinkernd alltagspraktische Einsichten für ein glückliches Leben. Die Geschichten berühren, unterhalten, bringen zum Schmunzeln oder helfen, den eigenen inneren Frieden zu finden. Brahm erzählt dabei aus seinem Leben oder nutzt Fabeln und Gleichnisse. Man muss nicht Buddhist sein, um die Weisheit in den Erzählungen zu mögen. Je nach dem, was gerade zum eigenen Leben passt.

Ajahn Brahm hat bereits mehrere Bücher geschrieben, u.a. "Im stillen Meer des Glücks" und "Meditation -Kraft und Klarheit für den Geist". Mehr als tausend seiner (englischsprachigen) Dharmavorträge liegen inzwischen zum kostenfreien Download im Audio- oder Videoformat vor. Sie werden jährlich millionenfach angeklickt und man kann somit tatsächlich behaupten, das kaum eine Sekunde vergeht, in der nicht irgendwo auf der Welt ein Lehrvortrag von Ajahn Bram gesehen oder gehört wird.

Alle Geschichten enthalten mehrere Bedeutungen. Je öfter sie gelesen werden, desto mehr Wahrheiten offenbaren sich. Die Geschichten wie „Die Kuh, die weinte“ sind thematisch sortiert: Perfektion und Schuldgefühlte, Liebe und Verbindlichkeit, Angst und Schmerz, Wut und Vergebung, Glück schaffen, Ernsten Problemen mit Mitgefühl begegnen, Weisheit und innere Ruhe, Geist und Wirklichkeit, Werte und das spirituelle Leben, Freiheit und Demut, Leiden und Loslassen.

Als Leseprobe hier eine dieser wundervollen Geschichten: „Der Tag, an dem all meine Wünsche erfüllt wurden“ (siehe S. 180-181)

Bei uns Buddhisten dürfen Mönche Geld weder annehmen, noch besitzen oder ausgeben. Wir sind so arm, dass wir die Regierungs-Statistiken durcheinander bringen. Wir leben bescheiden von Spenden, die uns unsere Anhänger zukommen lassen. Aber es kann gelegentlich vorkommen, dass uns etwas Besonderes angeboten wird. Nachdem ich einmal einem Thai bei einem Problem aus der Patsche geholfen hatte, wollte er mir zum Dank etwas geben: “Sir, was kann ich Ihnen für Ihren privaten Gebrauch im Wert von etwas 500 Baht schenken?“ Es ist üblich, bei einem solchen Angebot den Preis zu nennen, um Missverständnissen vorzubeugen. Da mir spontan nichts einfiel und der Mann es eilig hatte, einigten wir uns darauf, dass ich es ihm am nächsten Tag sagen würde.

Vor diesem Gespräch war ich ein glücklicher Mönch gewesen. Jetzt begann ich darüber nachzudenken, was ich mir wünschte. Ich machte eine Liste. Sie wurde immer länger. Bald reichten die fünfhundert Baht nicht mehr aus. Aber es fiel mir schwer, etwas von der Liste zu streichen. Bedürfnisse waren aus dem Nichts aufgetaucht und hatten sich in absolute Notwendigkeiten verwandelt. Erschrocken warf ich die Wunschliste weg. Am nächsten Tag bat ich meinen Wohltäter, die 500 Baht dem Kloster für Bauvorhaben zu geben oder sie einer anderen wohltätigen Organisation zu spenden.

Ich wollte damit nichts zu tun haben. Ich wollte unbedingt wieder die kostbare Zufriedenheit zurückgewinnen, die ich vor diesem Angebot gehabt hatte. Ich erkannte, dass ich nur dann wunschlos glücklich war, wenn ich weder Geld noch andere Mittel zur Verfügung hatte, um etwas zu erstehen. Wünsche sind endlos. Sogar eine Milliarde Baht oder eine Milliarde Dollar reichen nicht aus. Man ist nur dann frei, wenn man nichts mehr braucht. Man hat erst dann genug, wenn man zufrieden ist.

 

 

Brahm, Ajahn: Die Kuh, die weinte – Buddhistische Geschichten über den Weg zum Glück, Lotos Verlag, 2006, 28. Auflage.

 

Einen Blick ins Buch werfen oder direkt bestellen (Amazon)

 

 

 

 

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Unsere Buchtipps.

Um zu Nachdenken und Weiterentwicklung zu inspirieren.

Sich immer wieder fort- und weiterzubilden ist v. a. für Kopfarbeiter wichtig. Zum einen wird in der vernetzten Welt Wissen in z.T. höchster Qualität virtuell geteilt. Offen im Web. Es kann so in kürzester Zeit in neuen Kontexten neu verknüpft werden. Dazu leisten auch wir bewusst einen Beitrag. Zum anderen wird die Kommunikation von Mensch zu Mensch zentraler. Das gibt dem Menschen die Würde. Und nur so lässt sich Wissen in die Umsetzung bringen. Dies unterstützen wir aktiv in Coachings und Trainings.

Führungskräfte sind für die Weiterentwicklung von Teams verantwortlich. Gerade Führungskräfte leben daher von Distanznahme und Reflexion. Um immer neue Anregungen und Impulse zu gewinnen, ist ein ganz schöner Weg: Von Zeit zu Zeit ein Buch in die Hand nehmen. Wir schätzen Bücher hoch. Für einen oft sehr geringen Stückpreis erhalten Leser die über oft lange Jahre entfalteten Gedanken von Autoren zu einem Thema. Das kann ein wertvolles Geschenk sein. Das ist sehr wert zu schätzen. Und wir sind sicher, dass gerade auch unsere Seminarteilnehmer profitieren, wenn Sie ein Buch zur weiteren Vertiefung eines Gedankens zur Hand nehmen. So haben wir es uns zur Regel gemacht, regelmäßig auf unseren Seiten interessante Bücher vorzustellen und zu rezensieren. Lassen Sie sich auch von den Buchtipps inspirieren.

Lesen kann zum Gewinn für die persönliche Entwicklung werden. Manchmal genügt schon ein schnelles Drüberlesen, um sich neue Anregungen zu holen. Für Verstehen braucht es meist aber eine tiefere Auseinandersetzung mit den Texten. Das entspricht ganz praktisch dem Kern wissenschaftlichen Arbeitens. Von wem sind die Texte in welchem Kontext erstellt? Welche Lehren will der Autor/ die Autorin vermitteln? Welche Orientierung in der komplexen Welt will er/sie geben? Also welches Denkmodell steckt dahinter? Dabei gibt es auch viele Irrlehren. Irrlehren verstricken sich in Widerspruch zu sich selbst. Und so bieten auch solche Bücher im Zweifel zumindest ein gutes Trainingsfeld für einen wachen Geist.

Was ist als das Ziel des Autors zu erkennen? Welche Bewertung von "gut" und von "schlecht" ist damit verknüpft? Gutes denken, Gutes tun, Gutes bewirken? Was ist der Maßstab?  Das ergründet sich nicht einfach so. Je freier der Kopf beim Lesen ist, umso leichter fällt es, sich auf neues Denken einzulassen. Und umso leichter können daraus weitere Gedanken gedeihen. Davon hängt Verstehen ab. Vorgefasste Meinungen, ererbte und erworbene Ideen sind nicht einfach abzulegen. Dazu bedarf es Bereitschaft. Die ich ggf. nicht jedem Autor mehr entgegenbringen mag. Doch wenn sich der Leser bewusst auf Neues einlässt, wird sich sein Blickfeld weiten. Dazu braucht es Ruhe und ungestörte Zeit beim Lesen.

Die einzelnen empfohlenen Bücher haben wir direkt mit den Buchinformationen bei Amazon verknüpft. Die Ruhl Consulting AG nimmt am Partnerprogramm von Amazon EU teil. Wenn Sie dem Link folgen und das Buch dort bei Amazon bestellen, erhalten wir eine Erstattung von Amazon. Wir verfolgen damit keine kommerziellen Interessen. Alle Erstattungen spenden wir unsererseits seit Jahren an das SOS Kinderdorf in Swaziland

Viele Bücher sind heute übrigens auch als Hörbücher verfügbar…

Buchtipp zum Führen und Managen in Kliniken
Buchtipp - Impulse zum Führen und Managen in Kliniken
Zu weiteren Beiträgen

 

 

Verantwortlich für Redaktion und Inhalt: Dr. Elke Eberts und Stefan Ruhl.