Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinikum Großhadern

Ablaufoptimierung Normalstation, Stroke-Unit, Intensivstation

Ablaufoptimierung Normalstation, Stroke-Unit, Intensivstation, LMU
Projektzeitraum
  • 2010
Ansprechpartner
  • Prof. Dr. med. Marianne Dieterich, Ärztliche Direktorin der Neurologischen Klinik und Poliklinik, Klinikum der Universität München

Zielsetzung

Das Klinikum der Universität München zählt zu den größten Universitätsklinika in Deutschland und Europa. Die Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums München setzte sich zum Ziel, eine optimierte Strukturierung und Harmonisierung der Arbeitsabläufe auf den vier Stationen (zwei Normalstationen, eine Stroke-Unit-Einheit, eine Intensivstation) am Standort Großhadern umzusetzen. Dabei sollten insbesondere die Prozess- und Ergebnisqualität der stationären Arbeit verbessert und zugleich Belastungen für Arztdienst und Pflegekräfte vermindert sowie deren Motivation gestärkt werden. Dieses Ziel sollte durch eine konsequentere Patientenorientierung unterstützt werden. Neben den Arbeitsabläufen auf den Stationen sollten auch die Strukturen der Poliklinik auf den Prüfstand gestellt werden.

Umsetzung

Zu Projektbeginn wurde eine Organisationsbefragung in der gesamten Abteilung durchgeführt. Parallel dazu erfolgte eine Analyse der ambulanten und stationären Prozesse in Form von Einzel- und Gruppeninterviews sowie Begehungen. Daraus resultierender Fokus war der Aufbau einer mittleren Managementebene, um die 180 Mitarbeiter der Abteilung zielgerichtet in die Entwicklungsziele der Fachabteilung einzubinden. Ergänzend dazu analysierten wir im Bereich der Poliklinik die Auslastung der Sprechstunden und die Inanspruchnahme der Funktionsbereiche. Die Analyseergebnisse und die damit verbundenen Handlungsansätze wurden gemeinsam mit der Projektlenkungsgruppe aufgearbeitet. Aus den identifizierten Handlungsansätzen wurden folgende Teilprojekte abgeleitet:

  • Erstellung von Stationskonzepten (Organisationshandbüchern)
  • Implementierung von Management-Teams
  • Monatliches Berichtswesen für die Stationen
  • Einführung eines gestuften Personalkonzepts
  • Neuordnung der Stroke-Unit
  • Verbesserung des Entlassmanagements
  • Einarbeitungs- und Rotationskonzept für den ärztlichen Dienst
  • Ablaufoptimierung in der Poliklinik (Organisationshandbuch Poliklinik)

Für jedes Teilprojekt wurde eine berufsgruppenübergreifende Arbeitsgruppe eingerichtet. Neben der Moderation der Arbeitsgruppen und der Dokumentation der Ergebnisse wurden von uns Best Practice-Beispiele und konkrete Verbesserungsvorschläge eingebracht. Nach Abschluss der Teilprojekte wurden die Ergebnisse im Rahmen einer Informationsveranstaltung allen Mitarbeitern vorgestellt. Im Vorfeld konnten zudem alle Pflegekräfte und Ärzte den Entwurf der Organisationskonzepte für die Stationen kommentieren und um weitere Vorschläge ergänzen.

Die Umsetzung der Inhalte aus den Organisationskonzepten wurde im stationären Bereich durch eine strukturierte Dokumentation über vier Wochen evaluiert. Die Ergebnisse der Erhebung wurden ebenfalls den Mitarbeitern vorgestellt und dadurch den Umsetzungsgrad verdeutlicht.

 Ergebnisse

Nach Abschluss der Teilprojekte und nach einer Projektlaufzeit von nur sechs Monaten konnten aufgrund der engagierten Mitwirkung von Chefärztin, projektverantwortlichem Oberarzt, Pflegedirektion und der Pflegebereichsleitung folgende zentrale Ergebnisse erzielt werden:

  • Implementierung von Management-Teams: Benennung organisationsverantwortlicher Oberärzte, gemeinsame Führungsstruktur zwischen Poliklinik und Funktionsbereich
  • Monatliches Berichtswesen für die Stationen: Erstellung eines Prototypen für ein monatliches Berichtswesen mit relevanten, bereits dokumentierten Steuerungskennzahlen  
  • Gestuftes Personalkonzept: Implementierung von Stationssekretärinnen auf zwei Stationen inkl. Erlössicherung/ -steigerung durch die Kontrolle der Dokumentation im Bereich der Stroke-Unit, Neustrukturierung im Bereich der Oberarzt-Sekretariate
  • Ablaufoptimierung in der Poliklinik (Organisationshandbuch Poliklinik): Entzerrung von Belastungsspitzen durch den früheren Start der Sprechstunden und Verlagerung von Sprechstunden in den Nachmittag, Implementierung einer poststationären Sprechstunde für Stationsärzte, Vorschlag für eine neue räumliche Nutzung und Entzerrung der Stützpunktaufgaben nach Abschluss der Umbaumaßnahmen

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