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Unser Trainings- und Coachingansatz

Gesund und leistungswillig bleiben. Für Mitarbeitende in Krankenhäusern sind die Belastungen oft enorm. Burnout, Depression, Angststörung, Sucht und Suizidalität treten bei Ärzten und anderen helfenden Berufen in der Patientenversorgung  signifikant häufiger auf als in der gesamten Bevölkerung (vgl. dazu auch Der Nervenarzt 9/2019). Um dem BGB gem. § 20bSGB V mehr Kraft zu verleihen, haben die Krankenkassen nach dem Präventionsgesetz regionale Koordinierungsstellen eingesetzt und den Mindestausgabewert auf 3,15 Euro p.a. und Versicherten für BGM Maßnahmen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen erhöht. Damit an den Ursachen von psychische, körperliche und soziale Überforderungen gearbeitet wird und nicht nur etwas Kosmetik an der Oberfläche betrieben wird, sind stetig gemeinsame Weiterbildungen von Mitarbeitenden und Führungskräften essentiell. Leider fehlte es dazu den Kliniken bislang an Geld und oftmals wurde erst reagiert, wenn der Karren bereits gegen die Wand gefahren war. Das soll sich ändern.

Durch das DRG-System und dem Anreiz der Verkürzung der Verweildauern hat sich die Arbeit massiv verdichtet, die Zusammenarbeit der vielen Experten und Hilfskräften im Schichtsystem im Krankenhaus wird jedoch nur rudimentär gemanagt. Viel zu wenige Puffer im System führen regelmäßig zu Zeit- und Termindruck, häufigen Unterbrechungen, Multitasking, langen Arbeitszeiten und Überstunden, unsystematische Information. Folgen der Überforderung sind Nachwuchsprobleme und damit einher gehende Überalterung des Personals, hohe Fluktuation, massive Krankheitsausfälle, Personalmangel und Konflikte.

Letztlich braucht es gesunde und motivierte Beschäftigte, um dem Patienten zu dienen. Eine von Fairness und gegenseitigem Respekt getragene (Führungs-) Kultur in der Klinik ist dafür die Basis. Betriebliche Gesundheitsförderung ist immer Chefsache und eine Frage der Haltung. Unterstützung reduziert Belastungen, stärkt die Gesundheit, hilft Stress zu bewältigen. So sind es v.a. engagierte Führungskräfte, die durch ihren Einsatz Belastung in ihrem Umfeld reduzieren und durch einen guten Arbeitsfluss ihrer Mitarbeiter für Arbeitsfreude und Motivation sorgen können. Etwa durch das Geben von Spielräumen, Informationen, Anerkennung und Feedback, Abstimmung, Wertschätzung, Partizipation, positive Haltung. Damit sind sie selbst mit tatkräftiger Intervention praktisch und emotional eine wirkungsvolle stärkende Ressource für andere und für die Zusammenarbeit im ganzen Umfeld. Oder aber auch ein zusätzlicher Stressfaktor, der das System zum Kippen bringt und hohe soziale und ökonomische Kosten zur Folge hat.

Führungskräfte sind Multiplikatoren. Ihre Persönlichkeit hat Ausstrahlung auf die Mitarbeiter, ihre Motivation und Arbeitseffizienz in positiver sowie in negativer Sicht. Führung sollte sich ihrer eigenen Ziele und Motivationen, Ressourcen, Stärken und Schwächen bewusst sein. Wenn sie weiß, wofür sie steht und sie hin will und dies zu der Rolle in der Organisation passt, dann haben sie das Potenzial, anderen Orientierung und Vertrauen gerade in Übergangsphasen zu geben. Gute Personalführung ist ein Geben und Nehmen. Dabei geht es um den Aufbau belastbarer beruflichen Beziehung zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter auf das gegenseitige Geben und Nehmen. Je besser die Führung in der Lage ist, sich in die Motivationswelten und Bedürfnisse anderer einzufühlen, umso besser ist z.B. die Chance, Verantwortlichkeiten passend zu verteilen und das Potential des Teams zu entfalten. Klarheit und Empathie sind häufig komplementär. Führung, die beide Talente entfaltet, ist nach unserer Beobachtung der zentrale Erfolgsfaktor für erfolgreiche Projekte.

 

Hier eine Auswahl von Themen, mit denen wir Sie auf Ihrem Weg unterstützen:

Coaching - individuelle Begleitung. 

Coaching auf den individuellen Bedarf abgestimmt.

Die Zeiten haben sich geändert. Längst nicht mehr muss eine Führungskraft beschämt zugeben, einen Coach an der Seite zu haben. Im Gegenteil.  In der PE stellt Coaching das individuellste und vielseitigste Format zur Weiterentwicklung dar. Die Bedarfe der Führung stehen im Fokus. Individuelle Entwicklungen und Fragen werden betrachtet und gewürdigt, immer auch mit dem Blick auf die Rolle in der Organisation. Der Führungspersönlichkeit z. B. im Vorstands-, Geschäftsführungs- oder Chefarzt-Coaching profitiert dabei von unserem Know-how in der Restrukturierung von Organisationseinheiten und Kliniken. Führungskräfte bekommen neue Perspektiven und Impulse, neue Energie und Motivation für die Veränderung in scheinbar verfahrenen Situationen oder erarbeiten sich einen Fahrplan für den nächsten Karriereschritt.

 

Coaching Formate
Persönlichkeit im FokusProjekt und Organisation im Fokus
Entwicklungs-ebene: Prozess-Know-howSelbstreflexion und das Weiterentwickeln persönlicher Kompetenzen
(z. B. Kommunikationsverhalten, Selbstmanagement, Verhandlungsstil)
Lösung professioneller "Klemmen"
(z. B. Matching unterschiedlicher Rollenerwartungen, Verbesserung der Zusammenarbeit, Bedürfnisklärung in Konflikten, Systemdynamik reflektieren, zum Entscheiden und ins Handeln kommen)
Inhaltsebene: Fach-Know-how

Beratungsnahes Coaching mit konkreter Entwicklung von Lösungen
(z. B. Hilfe beim Strukturieren, Reflektieren von Ergebnissen, Rückenstärkung bei Schwierigkeiten, Widerständen, Krisen)

Beratungsnahe Reflexion von fundamentalen Veränderungen v.a. bei komplexen Projekten und hohem Potenzial zu Widerstand
(z. B. Bearbeitung von Management- und Führungsthemen, Konflikten, Strategieentwicklung)

 

 

Persönlichkeit im Fokus: Führungskompetenz individuell stärken.

Auch erfahrene Führungskräfte kommen z. B. in Übergangsphasen, bei emotional belasteten Situationen am Arbeitsplatz oder in der Verhandlung und deren Vorbereitung  immer wieder an einen Punkt, an dem sie selbst nicht weiter wissen. Dann hilft der professionelle Austausch bei der Lösung, statt die Probleme alleine mit sich selbst auszumachen. Dies trifft umso mehr zu, je stärker die Person in ihrer Verantwortung eingebunden ist und je empathischer sie dafür ist, die Schwingungen des Umfeldes aufzunehmen.

Ein Coaching ist dann ein ideales Mittel, um Lernprozesse bewusst zu begleiten und Reifung der Persönlichkeit zu unterstützen. Wofür stehen Sie und wofür wollen Sie stehen? Was inspiriert und begeistert Sie? Wollen Sie mit diesem Vorbild vorangehen? Erleben Sie sich selbstbewusst und selbstbestimmt? Was heißt das für Sie? Sind Sie Ihrer eigenen Erfolgsgeschichte treu? Wie reflektieren Sie Ihre Führung? Ist sie geprägt durch Geben oder Nehmen? Haben Sie sich selbst, Ihre früheren Werte oder Überzeugungen dabei vergessen? Das und weitere mehr sind identitätsstiftende Fragen, die v.a. in Krisen auftauchen und die daher die Chance der persönlichen Weiterentwicklung in sich tragen.

In Krisen sind wir hin und her gerissen. Wenn Entscheidungen noch nicht aus der inneren Überzeugung getroffen werden können, liegt das oft daran, dass noch nicht alle Perspektiven zur Genüge betrachtet sind. So äußern sie sich vielmehr intuitiv. Im Coaching finden Sie einen aktiven Zuhörer. Hier können die Entscheidungen, die Strategien oder auch nötigen Ablösungsthemen im geschützten Rahmen betrachtet werden. Sie erhalten Feedback und werden mit Fragen durch den Lösungsprozess begleitet. Sie erhalten Impulse, die Ihre Perspektiven erweitern. Darauf aufbauend können Sie Ihre eigenen  Lösungen entwickeln.

Wir bieten eine ganzheitliche persönliche Begleitung auf dem Weg zu Ihren individuellen Zielen. Sobald Sie ihre Bedürfnisse und Anliegen ehrlich mit sich selbst geklärt haben, wird sich für Sie ein Weg zu einem ersten Etappenziel öffnen. Coaching-Prozesse sind i.Allg. über einen definierten Zeitraum hin angelegt. Der Wirkungsfaktor Zeit spielt dabei eine große Rolle. Die Frequenz der Treffen hängt von der Größe des Anliegens und der Veränderungsgeschwindigkeit ab. 

 

Projekt und Organisation im Fokus: Veränderungsprojekte richtig steuern.

Neben der persönlichen Begleitung in Übergängen haben Führungskräfte in Kliniken auch Bedarf, Ihre Teams bei der Bewältigung tiefer Veränderungen zu begleiten. Dazu gehört z.B Projekte strukturiert aufzusetzen und abzustimmen sowie mit dafür passenden Projektgruppen zu besetzen. Gerade kleinere Organisationen haben häufig nur begrenzt Mittel zur Verfügung. Die meisten Führungskräfte der mittleren Ebene haben nicht die Erfahrung, die Organisation neu zu strukturieren und Teams durch die Prozesse zu führen. Um einen Know how-Transfer zu bieten und Führungskräfte in diesen Zeiten zu stärken, sind daher Projekt- und Change Coachings sehr geeignete Instrumente.  In wöchentlichen Treffen wird der Prozess systematisch und am Ziel ausgerichtet begleitet. Durch das Arbeiten mit der Führungskraft und den internen Projektgruppen wird das Wissen zur Begleitung von Veränderungen für die Organisation gesichert. Durch die Arbeit am Projekt können eigene Erfahrungen gesammelt und in der Praxis umgesetzt werden. Die externe Begleitung sichert eine Allparteilichkeit und eine interne Unabhängigkeit, die die Vorteile externer Projektbegleitung bereits weitgehend nutzt.

Systemisches Coaching und Beratung

Die Wurzeln der systemischen Beratung und Therapie liegen im Gegensatz zu anderen Beratungsformen weder bei einer einzelnen Gründungspersönlichkeit noch im historischen Entwurf eines einheitlichen Theoriegebildes. "Die Systemik" ist das Werk vieler Denker, Strömungen und Entwicklungen.(Ein Überblick über verschiedene Schulen finden Sie in unserer Systemische Landkarte). Die Systemik bietet einen reichen Schatz an Werkzeugen und Modellen. Dem Wesen nach jedoch ist systemisches Coaching und Beratung eine Frage der Haltung. Im Zentrum dieser Haltung stehen immer die Beziehungen, die Lösungs- und Ressourcenorientierung. Dem Gedankengut der Kybernetik folgend wird auf Akteure nicht im luftleeren Raum, sondern in Systemen und ihrer Systemlogik und ihren innewohnenden, ihnen jedoch verdeckten Möglichkeiten geschaut. Systemisches Coaching und Beratung bedeutet also, dem Prinzip der Kurzzeittherapie folgend, sich für Lösungsmöglichkeiten zu interessieren, statt umfassend die Entstehung des Problems zu beleuchten. So wird das Erleben von Selbstwirksamkeit gestärkt: Mit unserer Beratung geben wir Impulse, in Lösungen zu denken und wertschätzend auf die eigenen Stärken zu schauen. Dieser Fokus bedeutet, sich selbst und ebenso sein Gegenüber in und mit seinen Werten zu schätzen.

Mit der Überzeugung, dass Menschen den Schlüssel zur Lösung für ihr Problem bereits in sich tragen, können von außen „übergestülpte“ Lösungen nie so nachhaltig sein, wie eigene Entscheidungen. Die Lösungen, die uns in der Beratung unmittelbar auf der Hand liegen und am logischsten erscheinen, müssen für die Systemlogik nicht die richtigen sein. Das bedeutet, in der systemischen Arbeit immer eine Portion Demut und die Achtsamkeit für andere Perspektiven zu bewahren. Coaching und Beratung liefern stets nur  Angebote. Der Kunde bleibt Entscheider und in der Verantwortung für seine Lösung. Die Vergrößererung der Wahlmöglichkeiten, die Impulse und die Rückenstärkung ermöglichen dabei, dass Menschen neuen Wege gehen und durch das Bewahren der Selbstverantwortung daraus für sich posiitive Entwicklungsschrite machen.

Müssen Berater und Coaches auch in den Wunden bohren, um den Veränderungsdruck zu erhöhen? Mitnichten. Ankläger, Verkünder schlechter Nachrichten, Retter und Besserwisser... Spiele im Drama-Dreieck hinterlassen Wunden, die langfristig ihre Spuren zeigen. Schauen Sie genau auf die Ergebnisse, die nach Ende des Projektes wirklich übrig bleiben. Wie oft bleiben das nur teuer bezahlte Alibi-Projekte, die zu keiner wirklichen inneren Entwicklung führen? Und wie oft sind Ihre Führungskräfte wirklich gestärkt aus der Krise gegangen? Inwieweit haben sich Menschen in dem Prozess zum Guten entwickelt und schöpfen daraus Kraft und Zuversicht?

In der systemischen Haltung gehen wir von einem positiven Menschenbild aus. Dass Menschen leistungsbereit und -fähig sind. In ihren Systemen haben sie gute Gründe, sich zu verhalten wie sie es tun. Sind die Gründe verstanden, lassen sich Hypothesen und Lösungen finden.

Wir vereinen Fachwissen im Klinikbereich mit systemischer Coaching Kompetenz. So können wir Ihre Führungskräfte angesichts der besonderen Herausforderungen im Krankenhaus sicher und wirkungsvoll in ihrer Positionierung begleiten.

 

Was können wir für Sie tun?

Anschrift:

Ruhl Consulting AG

Stefan Ruhl & Dr. Elke Eberts
EASTSITE II
Harrlachweg 1
D-68163 Mannheim

Tel. +49 (0)621-4459 6656
info@ruhl-consulting.de
info@krankenhausberater.de
www.krankenhausberater.de

Verantwortlich für Redaktion und Inhalt: Dr. Elke Eberts und Stefan Ruhl.