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Krankenhausberater - Ruhl Consulting AG - News

Krankenhausberater 5-2018: Teamgeist

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für die Fischer am Rhein waren die Lachse über die Jahrhunderte die wichtigste Grundlage zum Leben. Die Wanderfische hatten ihre Kinderstube in den sand- und kiesreichen sauberen Quellbächen und Seitenarmen der großen Flüsse bis hin zum Wasserfall bei Schaffhausen am Oberrhein. Ein Idyll: In den fließenden Gewässern fanden Eier und Jungfische viel Sauerstoff, Kleinkrebse und Wasserinsekten. Nach zwei bis drei Jahren hielt es die kleinen Lachse nicht mehr in der Heimat. Sie ließen sich mit der Strömung treiben, in den Rhein, immer weiter Richtung Meer. Im Mündungsgebiet hielten sie sich eine Weile auf, um sich an das Salzwasser zu gewöhnen. Dann schwärmten sie weiter in die Jagdgründe im Nordatlantik. In den eiskalten Gewässern lebten sie in einer Fülle an Makrelen, Shrimps, Krebsen und wuchsen schnell heran: jährlich konnten sie ihre Länge verdreifachen und wurden so bis ca. 36 Kilo schwer. Ihr Fleisch färbte sich durch die Krusentiere rosa. Und dann - nach wieder etwa drei Jahren - traten sie den Rückweg an und kehrten an den Ort ihrer Geburt zurück. Die wunderbaren Fische nahmen dabei über Jahrtausende massive Strapazen auf sich, um gegen den Strom an die Laichgründe ihrer Kindheit zu schwimmen.

Die hemmungslose Industrialisierung machte dem ein jähes Ende. Die Schatten des Wirtschaftswunders: Aus dem Lachsfluss wurde eine Kloake. Giftige Abwässer, Berge von Schlamm, Kanalisierung, Staustufen und der Schiffsverkehr ließen die Fische Ende der 1950er Jahre im Rhein aussterben. Vorbei die Zeiten, als die Lachse nach Jahren der Wanderschaft und tausenden zurück gelegter Seemeilen von Grönland in den Rhein zurück kamen. Den Tiefpunkt erreichte die Rheinvergiftung 1986 mit dem Unfall im Basler Chemiekonzern Sandoz. Der Rhein bei Basel galt als tot. In ihm lebte kein Fisch mehr. Die Katastrophe weckte die Umweltschützer auf den Plan. 1987 wurde mit Versuchen begonnen, Lachse in Sieg, Lahn und an anderen Stellen im Mittelrhein neu anzusiedeln. Viele 100.000-de Junglachse wurden seit dem ausgesetzt. Der Rhein soll ökologisch intakt zu neuem Leben erweckt und für die feine Vernetzung unserer Lebensräume vom Bach bis zum Meer soll sensibilisiert werden. Die Anliegerstaaten längs des Rheins beschlossen: Rheinufer sollten renaturiert werden. Die Lachse sollten wieder im Rhein heimisch werden. Das klang so visionär und unrealistisch wie einst der Wunsch, Menschen auf den Mond zu fliegen.

Lesen Sie hier weiter, unter welchen Strapazen die Lachse in den Rhein zurückkehren 

 

Nach dem Drama: Wie ein kleines Wunder unserer Zeit

Den Widrigkeiten zum Trotz gelang es seit 1990 einigen ersten Lachsen, in den Rhein zurück zu kehren. 7.000 Lachse bzw. einige hundert Lachse p.a. wurden im Rhein seitdem gezählt. Die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins will die Lachspopulation vergrößern und ihre Lebensbedingungen weiter verbessern, so dass sie sich bald möglich auch wieder natürlich fortpflanzen können. Und es gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer: Zwei bis drei Lachsen gelingt es heute pro Gelege aus bis zu 30.000 winzigen Lachseiern zum Atlantik und wieder zurück an den Ort ihrer Kindheit zu kommen. So erfüllen sie sich ihren instinktiven Sinn, pflanzen sich fort und laichen eine neue Generation von Lachsen ab. Danach sterben etwa 80 bis 90 Prozent der Tiere an völliger Entkräftung. Ein deutlich höherer Satz als in anderen Lachsflüssen. Die Tiere, die die Strapazen überleben, wandern wieder ab zum Meer, um sich neue Reserven anzulegen. Nach ein bis zwei Jahren machen sie sich dann erneut auf den Weg. Ein Wunder, wenn es ein Lachs unter den schwierigen Bedingungen schafft, die Reise noch ein drittes oder gar ein viertes Mal anzutreten.

In Sachen Wasserschutz ist mehr Bewusstsein entstanden. Doch für gesunde, lebendige Flüsse gibt noch viel zu tun. Sauberes Wasser, der Erhalt und die Renaturierung von Auen sind für ein intaktes Ökosystem unerlässlich und sichern den Erhalt von Artenvielfalt und die Gesundheit des Menschen. Wir fragen uns immer wieder, welchen Beitrag wir selbst leisten können, um durch unser Leben die Welt ein bißchen besser zu hinterlassen als wir sie betreten haben. Nicht immer kann das etwas Großes sein. Aber mit jedem kleinen Beitrag (wie auch in der Geschichte vom Mann und den Seesternen) gewiss immer etwas Gutes. In diesem Geist kann jeder Mensch ganz fest davon überzeugt sein, dass es für die Welt gut ist, dass es ihn gibt.

Eine Hand voll Umweltschützer und Entscheider haben es gezeigt. Sie gaben den Impuls, so dass die Lachse heute wieder eine Chance in unseren heimischen Gewässern haben.


Wir wünschen Ihnen auch heute wieder viel Spaß, neue Fragen und spannende Impulse beim Lesen unseres Newsletters.  

Herzliche Grüße
Stefan Ruhl und Elke Eberts


Newsletter-Kategorie Aus der Krankenhauspraxis

Aus der Praxis: Teamentwicklung - Beziehung und Inhalte gestalten

Wir wurden von einer Station beauftragt, ihren Teamtag zu gestalten. In den letzten Jahren stand der Charakter als Event im Vordergrund. Diese Mal wollten Oberarzt und Stationsleitung daraus eine inhaltlich basierte Teamentwicklung machen. Es hatte im Personal einiges an Fluktuation in dem Bereich gegeben und es sollten diverse Konflikte bearbeitet werden. Zugleich sollte an den Zielen und inhaltlichen Projekten gearbeitet werden.

Zum Praxisbeitrag.


Newsletter-Kategorie Newsblogs

Unser News Blog: Neurobiologie und die Persönlichkeit

In unserem aktuellen News-Blog rund um Führung und Management im Krankenhaus lesen Sie mehr zum Thema:

Das Gehirn ist die Stätte der Geburt sowie der Entwicklung für unsere Persönlichkeit. Die Persönlichkeit, die individuellen psychischen Eigenarten eines Menschen auf ihren unterschiedlichen Ebenen, und Psyche, als der Ort menschlichen Denkens und Fühlens, besser in ihrer Entwicklung zu verstehen ist nicht nur im Coaching hilfreich. Was in der Persönlichkeit und Psyche ist veränderbar, was eher nicht? In den vergangenen Jahren ist hier v.a. die Neurowissenschaft an den Grenzen mit anderen Disziplinen zu wichtigen Ergebnissen gelangt. Lernen Sie im aktuellen Blogbeitrag das spannende Vier Ebenen Modell und seine Implikationen für die Veränderung unserer Persönlichkeit kennen.

Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand unserer laufenden Web-Beiträge. Diesen Beitrag und weitere Themen finden Sie unter unserem

Zum News Blog. 


Newsletter-Kategorie Buchtipp

Unser Buchtipp: Von der Kunst, schlechte Nachrichten gut zu überbringen

Das Überbringen schlechter Nachrichten gehört zu den Aufgaben und Anforderungen im Beruf des Arztes, die nicht spurlos an seiner Person vorbeigehen (können). Und doch macht sich auch gerade in ihrer guten Übermittlung die Qualität wahrer ärztlicher Kunst fest. Wir kennen und schätzen Herrn Professor Sehouli schon sehr lange aus der gemeinsamen Projektarbeit. Für uns sollte sein aktuelles Buch eine echte Muss-Lektüre für alle Ärzte vom Nachwuchs bis zum Klinikchef sein.

Zum Buchtipp.

 

P.S. Das Thema betrifft das Behandlerteam aus verschiedenen Ärzten, Pflegende, Therapeuten u.a. als Ganzem. Auf Grundlage des Buches möchten wir, wenn es bei Ihrem auf Interesse stößt, gerne mit Professor Sehouli ein gemeinsames (Team-) Coaching Format für Ihre Organisation aufsetzen. Melden Sie gerne Ihr Interesse an. Einziges Risiko: Sie könnten sich im nächsten Buch des Autors wiederfinden…


Veranstaltungshinweis

4. ZNA Berlin Symposium 15.11.2018

Die diesjährige Fachveranstaltung über die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven der Notaufnahme steht unter dem Motto

„Morgen ist bereits heute - Entwicklungsperspektiven in der Notfallversorgung“

Mit den diesjährigen Themenschwerpunkten wird nach dem einschneidenden GBA Beschluss über den aktuellen Stand der interprofessionellen Arbeit des Rettungswesens sowie deren Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten informiert. Auch dieses Mal erwarten Sie beim Berlin Symposium namhafte Experten auf dem Gebiet der Ausbildung in der Notfallversorgung als Referenten.

Freuen Sie sich auf folgende Themen:

  • Der GBA Beschluss. Auswirkungen auf die klinische Versorgung und die Fachweiterbildung Notfallpflege.  Übergangsregelungen.
  • Qualifikationswege in der Notfallpflege.
  • Portalpraxen: Entlastung für die Notaufnahmen?
  • Notaufnahmen an der Schwelle zur Zukunft: IVENA - Zeitersparnis oder Verschwendung von Ressourcen?
  • Terroranschläge, Cybergefahren, Ausfall kritischer Strukturen: Neue Herausforderungen an die Krankenhausalarm-Planung.
  • Konzepte für die Notaufnahmen: Delir-Screening in der ZNA.
  • Primärversorgung von Unfallverletzten, Schwerstbrandverletzten.
  • Rettungsdienst am Kollaps.
  • Simulation in der Notfallversorgung. 

Das Symposium wird für Pflegende mit Fortbildungspunkten sowie durch die Ärztekammer Berlin zertifiziert.

Termin: 15.11.2018
Ort: Berlin, Charité Campus Virchow-Klinikum im Audimax, Lehrgebäude Forum 3
Das Programm und eine kostenlose Anmeldung für die Veranstaltung finden Sie unter www.notfallpflege.berlin.

Termine für zweitägige Inhouse-Trainings zur Triage in der Notaufnahme nach dem einschlägigen BGA-Beschluss können wir Ihnen wieder ab Januar 2019 anbieten. Senden Sie uns gerne Ihre Angebotsanfrage.

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