Newsletter
Krankenhausberater - Ruhl Consulting AG - News

Krankenhausberater 2-2018: Patientenwohl im Fokus

###USER_region### ###USER_title### ###USER_last_name###,

 

das Patientenwohl in das Zentrum des Tuns zu setzen, ist ein natürliches Anliegen für Kliniker. Wir stellen Ihnen dazu heute eine interessante Studie vor. Sie begründet, warum es so wichtig ist, immer wieder die Sicht des Patienten einzunehmen und sie für die Veränderung zu nutzen. Die Studie wurde von dem bekannten Organisations- Psychologen Adam Grant (zum Reinhören „Give or Take“ ) durchgeführt.

Bei der Geburt seiner Tochter fielen Grant im Krankenhaus die Hinweise zur Handhygiene auf. Auf Schildern wurden die Mitarbeiter darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich durch das Waschen der Hände vor Krankheiten und Ansteckung schützen. Seiner Sicht nach eine nur wenig Erfolg versprechende Strategie: In der Psychologie ist das Phänomen der „Illusion der eigenen Unverwundbarkeit“ bekannt. Allen kann etwas zustoßen – nur für uns selbst ziehen wir den Fall nicht in Erwägung. Wir unterschätzen unser Risiko und halten uns für besser als der Durchschnitt. Ein fundamentaler Attributionsfehler. Dieser wirkt auch bei den Mitarbeitern in der Klinik. Denn wer glaubt, Bakterien und Keime können ihm nichts anhaben, der desinfiziert sich seine Hände weniger sorgfältig, als es nötig ist.

Daher stellte sich Grant die Frage, ob man das Phänomen umgehen kann, indem man auf das Patientenwohl fokussiert. Und so installierte er in einer Klinik in den Personal- bzw. Arbeitsräumen Seifen- und Desinfektionsspender, deren Gebrauch detailliert gemessen werden konnte. Versehen wurden diese mit zwei verschiedenen Schildern. Die Hälfte der Spender waren beschildert mit dem Satz: „Ihre Hände zu reinigen hilft Ihnen, gesund zu bleiben.“ Auf den anderen war ein Schild, auf dem stand: „Ihre Hände zu reinigen hilft Ihren Patienten, gesund zu werden.“ Der Effekt war eindrucksvoll. Das Personal, dass durch das zweite Schild aufmerksam gemacht wurde, reinigte seine Hände 10% häufiger. V. a. aber: Die Intensität der Reinigung erhöhte sich. Es wurden an den Spendern 45% mehr Waschgel und Desinfektionsmittel verwendet.

Gerade für Veränderungen in Kliniken lässt sich daraus lernen: Wenn Mitarbeiter verstehen, dass ihr Handeln das Wohl der Patienten positiv beeinflusst, sind sie eher bereit, das eigene Verhalten zu verändern. Daher ist es wichtig, bei der Kommunikation mit Klinikern soweit wie möglich immer auch die Perspektive des Patienten und den Sinn der Veränderung für dessen Wohl zu reflektieren. So wird die Selbstmotivation der Mitarbeiter angesprochen, die nötigen Veränderungen auf sich zu nehmen.


Wir wünschen Ihnen auch heute wieder viel Spaß, neue Fragen und spannende Impulse beim Lesen unseres Newsletters.  

Herzliche Grüße
Stefan Ruhl und Elke Eberts

 

* vgl. S. Purps-Pardigol, H. Kehren: Digitalisieren mit Hirn. Wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter für den Wandel gewinnen, Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main, 2018, S. 27 ff.

 

 


Newsletter-Kategorie Aus der Krankenhauspraxis

Aus der Praxis: Normative, strategische und operative Unternehmensführung

Wir wurden beauftragt, in einem städtischen Klinikum den Prozess der Strategie-Entwicklung integrativ über alle Fachabteilungen zu begleiten. Das Haus steht vor vielschichtigen Herausforderungen, die u. a. ein großes Baukonzept, anstehende Chefarztwechsel und notwendige Steigerungen der Leistungen umfassen.

Zum Beitrag.


Newsletter-Kategorie Newsblogs

Unser News Blog: Innere Antreiber.

In unserem aktuellen News-Blog rund um Führung und Management im Krankenhaus lesen Sie mehr zum folgenden Thema:

Die Antreiber sind zumeist unbewusste Denk- und Kommunikationsmuster, die die eigene Wahrnehmung der Realität prägen. Sie bestimmen unsere Landkarte, mit der wir uns in einer komplexen Welt orientieren. Die eigenen Antreiber und die der Mitarbeiter zu kennen, hilft Konflikte zu vermeiden. 

Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand unserer laufenden Web-Beiträge. Diesen Beitrag und weitere Themen finden Sie unter unserem

News Blog. 


Newsletter-Kategorie Buchtipp

Unser Buchtipp: Der Change-Navigator

Die Gestaltung von Veränderungen ist heute eine wichtige Kompetenz für Führungen. Gerade auch in Kliniken, wo immer wieder Prozesse zu verbessern sind oder neue Methoden ein Umdenken in der Arbeit erfordern. Bücher zum Thema Change Management gibt es viele. Daher stellen wir Ihnen heute eine etwas andere Art vor, sich dem Thema zu nähern – den Change-Navigator. Genau genommen handelt es sich hier bei nicht um ein Buch. Sondern um 48 Frage- und Aktionskarten nebst Begleitheft, die helfen, Veränderungen zu reflektieren und zu strukturieren. 

Zum Beitrag.

 

 


Verantwortlich für Inhalt und Redaktion aller Texte: Stefan Ruhl und Dr. Elke Eberts. Sämtliche Beiträge des Newsletters sind sorgfältig für unsere Leser recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Dennoch ist eine Haftung ausgeschlossen. Alle Rechte liegen bei der Ruhl Consulting AG. Reproduktionen aller Art sind mit Hinweis und/ oder Verlinkung auf die Quelle und mit Information über die Verwertung an newsletter@ruhl-consulting.de gerne erlaubt.

Sie können sich hier Ihren Titel, Namen und E-Mail-Adresse hinterlegen und sich so kostenfrei zum Abonnement anmelden. Sie erhalten unsere zweimonatlichen Newsletter dann ab dem nächsten Versandtermin an die hinterlegten Kontaktdaten regelmäßig zugemailt. Um Ihre hinterlegten Daten zu ändern oder sich vom Erhalt des Newsletters wieder abzumelden, können Sie Ihre Daten in der Selbstverwaltung des Newsletter-Abonnements selbstständig ändern oder löschen. Oder schreiben Sie uns eine kurze Mail, dann übernehmen wir das gerne für Sie.

© 2018 Ruhl Consulting AG | info@ruhl-consulting.de | Tel. 0621-44596656 Impressum