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Krankenhausberater 2-2019: Der OP Review

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bevor wir uns allgemein mit der Sicht auf die Welt beschäftigen, können Sie anhand weniger Fragen hier Ihre eigene Sicht testen. Dies sind 6 der 12 Fragen, die Hans Rosling, Professor für internationale Gesundheit in Stockholm und Gründer der Gapminder-Stifung, bis zu seinem Tod 2017 fast 12.000 Menschen in 14 Ländern gestellt hat.* Seine Stiftung hat es sich zum Auftrag gemacht, Statistiken verständlich aufzubereiten, v. a. solche, die den Fortschritt zeigen. Denn sein Leben lang wandte sich Rosling gegen eine zu negative Weltsicht. Er zeigte mit seinen Fragen, wie sehr wir schon von negativen Erwartungen infiziert sind. Im Schnitt nämlich beantwortete jeder Befragte nur zwei von zwölf Fragen korrekt und zwar unabhängig vom Bildungsstand der Befragten. Die Fragen wurden mehrheitlich negativer beantwortet, als sie sich in der Realität darstellen. Die Befragten tendierten also in ihrer Erwartung zu einer unrealistisch negativen Weltsicht. 

Rosling hatte dafür eine interessante Erklärung: Das menschliche Gehirn ist evolutionsbedingt instinktiv – ohne bewusstes Nachdenken – darauf getrimmt, Gefahren aufzuspüren und ihnen aus dem Weg zu gehen. In der modernen Welt ist diese Vorsicht dahin mutiert, Dramen zu finden. Das wird zur Neigung, negativ empfundenen Dingen mehr Beachtung zu schenken als positiven, Dinge zu verallgemeinern, sie negativ zu überzeichnen und schlimmer zu machen, als sie sind. Im Austausch mit anderen werden negative News sofort weitergegeben, die positiven jedoch nicht unbedingt. Die Medien, die uns ständig mit Berichten über schlimme Ereignisse versorgen, sind nicht zuletzt dafür mitverantwortlich, dass wir in der Sorge der ständigen Verschlechterung leben. So gehen die guten Dinge eher unter. Sachliche Argumente haben gegen das Gefühlte dagegen einen schweren Stand. So dass Entscheidungen oft unter unrealistisch negativen Annahmen getroffen werden. 

So wird die Haltung selbst also zu einer Entscheidung. Pessimisten gelingt es mit ihrer bloßen Anwesenheit, die Stimmung im Raum herunterzuziehen. Indem sie ihre Negativität versprühen, schlecht reden, negative Nachrichten weitergeben, ihr Leid klagen, sich beschweren oder kundtun, was sie eben nicht mögen. Nichts scheint nach ihrem Geschmack. Am Ende weiß niemand, was sie eigentlich mögen, erinnert sich keiner an eine Freude und ein Glück, von dem sie jemals gesprochen hätten. Die völlige Fixierung auf Negatives und das Ausblenden von positiven Ereignissen, birgt Ansteckungsgefahren. Wie ein schwarzes Loch droht sie alles andere zu absorbieren. Darunter leidet auf Dauer das Umfeld. Ein Gefühl der Resignation oder der Überforderung verbreitet sich. Wohin eine mehrheitlich negative Grundhaltung von Menschen führen kann, die sich selektiv auf alles Schlechte konzentrieren, mag man sich nicht weiter ausdenken.

Wie aber kann man sich vor der Ansteckungsgefahr schützen?

Zusammengefasst helfen rationale Erklärungen und darauf aufbauend Verständnis. Weshalb verhält sich und denkt der pessimistische Mensch so wie er es tut? Sobald wir mit dem Verstand etwas begreifen, kommen wir besser damit zurecht. Erklärungen sind wie Schnuller (engl. pacifier, Friedensstifter). Unerklärliches hat dagegen etwas Verunsicherndes. Ob die Hypothesen richtig sind, ist am Ende gar nicht so entscheidend. Wichtig ist, dass sie mehr Klarheit geben. Erklärungen ermöglichen, mit dem anderen mitzufühlen, seine unbefriedigten Bedürfnisse wahrzunehmen. 

Empathie ist DER Schlüssel, um unser Herz für andere Menschen zu öffnen. Wenn wir es schaffen mit dem negativen Gegenüber mitzufühlen, verschwindet unser negatives Gefühl. Doch was einfach klingt, ist mit sehr viel Kraft verbunden. Um nicht nur ein negatives Gefühl zu überwinden, sondern es sogar in etwas Positives wie Liebe und Empathie zu verwandeln. Es fordert emotionale Reife und Übung. Und indem wir in eine positive Haltung zum anderen gehen, ein Stück weit unsere eigenen Bedürfnisse parken, sind wir beim anderen und finden einen Weg, mit Negativität umzugehen, ohne uns selbst daran anzustecken. Das hilft, einen Blick für die Realität zu bewahren, und schützt vor negativen Aussagen und Taten, die man später oft bereut. Meistens gibt es neben dem Schlechten mindestens genau so viel Gutes und sehr Gutes. Davon wird uns niemand wegbewegen. 

In dieser positiven Haltung zum Leben wünschen wir Ihnen einen fröhlichen Start in den Wonne-Monat Mai, der bekanntlich alles neu macht. Und natürlich wünschen wir auch heute wieder viel Spaß und spannende Impulse beim Lesen unseres Newsletters.

Herzliche Grüße
Stefan Ruhl und Dr. Elke Eberts

 

 


Newsletter-Kategorie Aus der Krankenhauspraxis

Aus der Praxis: Der OP Review

Die Geschäftsführung eines städtischen Klinikums hatte uns dazu beauftragt, ein OP Projekt zur Weiterentwicklung zu begleiten. Im ersten Schritt führten wir dazu ein OP Review durch, um auf dieser Basis Handlungsfelder und Maßnahmen abzuleiten. Übergeordnetes Ziel war es, die Ablaufprozesse Schritt für Schritt zu verbessern und die Berufsgruppen übergreifende Zusammenarbeit zu fördern..

Zum Praxisbeitrag.


Newsletter-Kategorie Newsblogs

Unser News Blog: Erfolgsverhinderer
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Diesen Beitrag und weitere Themen finden Sie in unserem Blog.

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