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Krankenhausberater - Ruhl Consulting AG - News

Krankenhausberater 3-2018: Kundenorientierung

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im letzten Impuls zum Patientenwohl haben wir Ihnen eine Studie des bekannten Organisations- Psychologen Adam Grant zur Motivation zur Handhygiene in Kliniken vorgestellt. Dieses Mal teilen wir eine Studie von Radiologen aus Israel mit Ihnen. Man könnte ihr Ergebnis überschreiben mit: „Mit dem Kunden vor Augen sind Ärzte besser“. Doch lesen Sie selbst:

Dr. Yehonatan N. Turner ist Radiologe am Shaare Zedek Medical Center in Jerusalem. Irgendwann, so sagt er, habe er bemerkt, dass er die Leber und die Milz vieler Patienten kenne, nicht aber die Menschen. Und so fragte er sich: Ob ein Foto der Menschen ihm helfen könnte, mehr Bezug herzustellen? Wenn ja, ob das etwas verändere. Und ob das bei Kollegen ähnlich sei? Also initiierte er eine Studie dazu. Er bat seine Patienten um die Erlaubnis, Fotos von ihren Gesichtern zu machen, um sie mit den CT Scans an Kollegen weiter zu reichen. Er bekam 318 Mal die Erlaubnis. Die 318 CTs reichte er an insgesamt 15 Radiologen. Wenn diese die Daten eines Patienten öffneten, erschien nun auch dessen Foto. Dem Wissenschaftler fiel auf, dass die Kollegen mehr Empfehlungen verfassten, nun da die Scans Menschen zugeordnet waren. In der Tat entdeckten die Radiologen bei 81 CTs Auffälligkeiten, nach denen sie initial gar nicht gesucht hatten. Turner bewahrte die 81 CTs auf und legte sie den 15 Radiologen nach 3 Monaten noch einmal anonym - ohne Foto - zum Befunden vor. Das Ergebnis war deutlich: 80 % der früheren Zufallsergebnisse wurden dieses Mal nicht entdeckt!

In der Hektik des Alltags laufen wir Gefahr, das „warum“ oder auch das „für wen“ aus den Augen zu verlieren. Das Experiment von Dr. Yehonatan zeigt eindrücklich, welche positiven Auswirkungen es haben kann, wenn wir bei der Arbeit den Menschen mehr in den Blick nehmen. Das gilt natürlich auch im direkten Patientenkontakt. Auch hier braucht es immer wieder eine bewusste Entscheidung, den Menschen hinter dem Problem zu sehen. Ihn als Menschen wahrzunehmen und nicht nur als Fall, der noch abgearbeitet werden muss. Dr. Turner hat sich einen Weg überlegt, um für sich den Menschen fassbarer zu machen. Die Ergebnisse zeigen, dass dadurch die Qualität der Ergebnisse signifikant besser wird.


Wir wünschen Ihnen auch heute wieder viel Spaß, neue Fragen und spannende Impulse beim Lesen unseres Newsletters.  

Herzliche Grüße
Stefan Ruhl und Elke Eberts


Newsletter-Kategorie Aus der Krankenhauspraxis

Aus der Praxis: Konzeption unter engem Zeitlimit

In einer großen Klinik-Ambulanz sollen weit reichende Neuerungen zur Verbesserung der Arzt- Patienten-Bindung, der Prozesse rund um die Sprechstunden sowie des Personaleinsatzes eigenführt werden. Dabei soll auch die Wirtschaftlichkeit verbessert werden. Die Herausforderung bestand darin, dass ein sehr enger Zeitplan vorgegeben war.

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Newsletter-Kategorie Newsblogs

Unser News Blog: Transformationale Führung

In unserem aktuellen News-Blog rund um Führung und Management im Krankenhaus lesen Sie mehr zum folgenden Thema:

Ob der DFB als ein Beispiel für transformationale Teamentwicklung taugt? In unserem Blogbeitrag zeigen wir, was Führungsteams sich beim Sommermärchen 2006 abschauen können. Und wie Transformationale Führung gerade in Zeiten von Veränderungen einen Unterschied machen kann. 

Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand unserer laufenden Web-Beiträge. Diesen Beitrag und weitere Themen finden Sie unter unserem

News Blog. 


Newsletter-Kategorie Buchtipp

Unser Buchtipp: High Performance im Krankenhausmanagement

Mit ihrem Buch High Performance im Krankenhaus wollen die Autoren Ansätze geben, welche Werkzeuge und Fähigkeiten geeignet sind – von Methodik bis zu Soft Skills – um Kliniken im Großen wie auch im Kleinen besser zu machen. Dabei illustrieren sie mit Positiv- als auch Negativschilderungen aus dem Alltag, wie unternehmerische Ansätze auch in Kliniken anwendbar sind. Das Buch richtet sich an alle, die in der Klinik Verantwortung übernehmen. Egal in welcher Rolle.

Zum Beitrag.


Veranstaltungshinweise

GBA Regelung Notfallstrukturen

Die Regelungen des Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) zum gestuften System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern gemäß § 136c Absatz 4 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) sind im Bundesanzeiger erschienen und am 19.5.2018 in Kraft getreten. Damit bedarf eine Klinik gem. § 12 um zur Stufe der Basisnotfallversorgung zugeordnet zu werden insb. eines strukturierten und validierten System zur Behandlungspriorisierung bei der Erstaufnahme von Notfallpatienten. Alle Notfallpatienten des Krankenhauses erhalten spätestens zehn Minuten nach Eintreffen in der Notaufnahme eine Einschätzung der Behandlungspriorität. Im Klartext heißt das, dass es nun in der klinischen Notaufnahme faktisch ohne MTS oder ESI in Deutschland nicht mehr geht. Wobei derzeit mit 80% MTS ein klarer Trend zu verzeichnen ist. Für das Risikomanagement in Kliniken ist dies ein historischer Meilenstein.

Zur Einführung des Triage- Systems stellen wir Ihren Teams unser zweitägiges Schulungsformat in Ihrer Klinik vor Ort zur Verfügung. Das ist eng auf den Bedarf der Klinikmitarbeiter zugeschnitten. Und wenn Sie einzelne Multiplikatoren aus Ihrem Haus schulen möchten, bieten wir Ihnen mit dem Berufsbildungswerk Deutscher Krankenhäuser (BBDK) im Frühjahr und Herbst die Möglichkeit zur Teilnahme an offenen Veranstaltungen in Mülheim/ Ruhr.

Nächster Termin: 16./17.10.2018

Mehr dazu finden Sie auf unserer Homepage unter www.krankenhausberater.de/bbdk/trainings/.

Aktuelle Kongressbeiträge

Unsere Impulsvorträge bei den letzten Kongressveranstaltungen können Sie bei Interesse direkt bei uns abfragen:

  • Stefan Ruhl, Pfadimplementierung im medizinischen Tagesablauf, 11. Klinikpfade Kongress, Prozessmanagement in der perioperativen Medizin, Frankfurt a. Main 7.6.2018
  • Dr. Elke Eberts, Gute Teamleistung im Krankenhaus, Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, Berlin 8.6.2018

Verantwortlich für Inhalt und Redaktion aller Texte: Stefan Ruhl und Dr. Elke Eberts. Sämtliche Beiträge des Newsletters sind sorgfältig für unsere Leser recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Dennoch ist eine Haftung ausgeschlossen. Alle Rechte liegen bei der Ruhl Consulting AG. Reproduktionen aller Art sind mit Hinweis und/ oder Verlinkung auf die Quelle und mit Information über die Verwertung an newsletter@ruhl-consulting.de gerne erlaubt.

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