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Krankenhausberater - Ruhl Consulting AG - News

Krankenhausberater 4-2019: Führungssystem Pflege

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50 Jahre Woodstock! Im August 2019 jährt sich das legendäre Woodstock Festival von 1969 zum 50. Mal.[*] Auf  einer Farm in der Kleinstadt Bethel wurden ursprünglich 25.000 - 60.000 Besucher erwartet. Es kamen am Ende mehr als 450.000, eher fast eine halbe Million junge Menschen. 

Das Festival fasziniert mit seiner Stimmung seit über 5 Jahrzehnten die Menschen. Es war wie ein Ventil für das damalige emotionale Bedürfnis vieler junger Menschen. In einer Welt ohne Internet und Handy fanden sie zusammen und teilten in einer Art Gegenkultur, ihre Hoffnungen und Wünsche für eine friedliche Welt. Mit illegalen Drogen - Haschisch, Marihuana, LSD - zelebrierten sie ihren Aufstand gegen das so g. Establishment. Sie wollten Frieden und suchten andere Formen des Zusammenlebens, hatten Sehnsucht nach Gleichgesinnten, nach einer anderen Art von Gemeinschaft und Lebenssinn. Gemeinsame Songs mit Liedtexten, die das Lebensgefühl zum Ausdruck brachten. Liedtexte, die auch heute noch die Sehnsucht vieler Menschen anrühren. Menschliche Bedürfnisse nach Frieden, gegen Rassismus und Konsumgesellschaft. Und in Woodstock war alles von Anfang an irreal anders. Nicht nur die viele nackte Haut im prüden Amerika.

Dass das Festival allen Widrigkeiten zum Trotz starten und bis zum Ende stattfinden konnte, ist bis zuletzt alles andere als wahrscheinlich gewesen. Was schief gehen konnte ging schief (lesen Sie hier mehr im ungekürzten Beitrag). Statt sich gegen die Menschen zu stellen und zu versuchen, ihr Recht durchzusetzen gingen die Veranstalter mit den Menschen und dem Fluss der Dinge. Mit dem Wunsch, dass das Festival stattfinden kann, dass es so wenig Aufruhr und Verletzte wie möglich gibt, dass die Menschen versorgt bleiben und es friedlich bleibt, richtete man sich an den Bedürfnissen der Beteiligten aus. Über Lautsprecher wurde die Masse der Jugendlichen immer wieder umsichtig und transparent geleitet.

Die damals populäre Hippie Kommune „Hog Farm“ wurde als Sicherheitsdienst engagiert. Ihre Mitglieder waren bekannt für ihren beruhigenden und gelassen machenden Einfluss auf andere Menschen. Während heute unifomierte und bewaffnete Beamte allerorts für Sicherheit sorgen sollen und regelmäßig gewaltvollen Widerstand damit auslösen, ging das in Woodstock anders: Mit Bitten, statt mit Aufforderungen. Und mit Erklärungen, weshalb man möchte, dass die Beteiligten den Bitten nachkommen. Das schien – so äußerten sich später mehrere Beobachter – neben weiteren Faktoren einen großen Einfluss auf die friedvolle Stimmung und den gewaltlosen Ablauf des Festivals gehabt zu haben. Die Hog Farmer wussten trotz massiver medizinischer Unterversorgung nicht zuletzt auch mit den aus den ausufernden Drogenexzessen resultierenden Problemen gut umzugehen.

Der Michbauer Max Yasgur und die umliegenden Dorfbewohner teilten spontan ihre privaten Vorräte, als Essen und Getränke für die Menschenmassen ausgingen. Nach allen Sorgen und Ängsten stellte sich Yasgur plötzlich überwältigt vor die Menge und sagte: "Ich bin ein einfacher Farmer. Ihr jungen Leute habt der Welt etwas bewiesen, eine halbe Million Kids können zusammen drei Tage Friede und Musik genießen.... Gott segne euch dafür." 

Die Besucher zeigten trotz von Anfang an widriger Verhältnisse nicht nur des Wetters, dass Menschenmassen ganz ohne Gewalt auf engstem Raum und unter sehr beschränkten Bedingungen über Tage friedlich zusammen und miteinander leben können. Jeder der das erlebt hat, den hat der Spirit von Woodstock über das Leben hinweg geprägt. So ging Woodstock nicht nur als das bedeutendste Rockfestival und als Höhepunkt der Hippie Bewegung in die  Geschichte ein: An einem kleinen Ort auf dieser Welt stand  für drei Tage die Zeit still. Alles war erfüllt von Frieden, Liebe und Musik. Gelebtes Füreinander, in jedem Gegenüber wird die liebevolle anständige Person gesehen, die sie ihrem inneren Wesen gemäß ist... Einen solchen 69-er Spirit gilt es zurecht in der Menschheit immer wieder neu zu entflammen! 

Wir wünschen Ihnen auch heute wieder viel Spaß und spannende Antworten beim weiteren Lesen des Newsletters!

Herzliche Grüße
Stefan Ruhl und Dr. Elke Eberts

 

 


 

P.S. Kurz vor unserem 20-jährigen Betriebsjubiläum haben wir in den letzten Wochen (endlich) mal wieder unsere vollständige Referenzliste 1999-2019 fortgeschrieben. Neben Trainings und Coachings von Teams und Führungskräften in Kliniken ist sie nach Klausurtagungen, Umsetzungsbegleitungen und Strategieberatungen gegliedert. Wir danken unseren Kunden für Ihre Treue!


Newsletter-Kategorie Aus der Krankenhauspraxis

Aus der Praxis: Kulturwandel - Führungssystem Pflege.

Die Pflegedirektion initiierte mit ihrem Stellenantritt einen Kulturwandel und einen völligen Neuaufbau des Führungssystems in der Pflege. Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterbindung sollen verbessert werden. Zudem soll das Führungssystem so gestaltet sein, dass es flexibel auf die immer neuen Anforderungen reagieren kann. Ein modernes Verständnis von Führung und professionelle Rollen sollten dazu verankert werden.

Zum Praxisbeitrag.


Newsletter-Kategorie Newsblogs

Unser News Blog: Drei Perspektiven der Persönlichkeit 
In unserem News Blog rund um Führung und Management im Krankenhaus lesen Sie aktuellen mehr zu dem Thema:

Bei der Frage "Wie entscheiden?" kommen Kopf und Bauch ins Spiel. Rationale Kopf- oder eher intuitive Bauchentscheidungen? Die Rolle des Herzens wird aber kaum beachtet. Dabei ist doch das Herz der zentrale Taktgeber im Zusammenspiel eines Sowohl-als-Auch. Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf die Verteilung dieser Rollen zu wagen. In unserem aktuellen Blog tun wir genau das. 

Diesen Beitrag und weitere Themen finden Sie in unserem Blog.

Zum News Blog. 


Veranstaltungshinweis

5. ZNA Berlin Symposium 21.11.2019  
Der erste Eindruck zählt – Speed Dating in der Notfallmedizin

Nach dem einschneidenden GBA Beschluss werden auch mit den diesjährigen Themenschwerpunkten wieder die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven der Notaufnahme aufgenommen. Auch dieses Mal erwarten Sie beim Berlin Symposium namhafte Experten auf dem Gebiet der Ausbildung in der Notfallversorgung als Referenten.

Freuen Sie sich auf folgende Themen:

  • Der GBA Beschluss, SVR – Gutachten Auswirkungen auf die klinische Versorgung
  • Präklinik – Klinik, Notfallsanitäter – Notfallpflege Wie es mal war und was mal wird, Übergangsregelungen
  • Speed Dating in der ZNA – Die ersten 10 Minuten – Der GBA Beschluss in der Praxis : Ersteinschätzung - Pflicht oder Kür
  • Hochpathogene Erreger in der ZNA – Praxisbeispiel in der ZNA mit Livesimulation in Kooperation mit dem Berliner Senat
  • MDMA, Kokain und GHB – the good, the bad & the ugly? In der ZNA,Vorstellung des Drugchecking Projekts Berlin
  • Leitlinien in der Präklinischen Versorgung und im Schockraum
  • Umsetzung NotSanG, Fachkräftemangel im Rettungsdienst
  • Terrorlagen, Übung im Krankenhaus und in den Notaufnahmen
  • Auswertung von 4500 MANV – Einsätzen
  • Einsatzspektrum der Luftrettung
  • Gewaltprävention, Zusammenarbeit mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst

Termin: 21.11.2019
Ort: Berlin, Charité Campus Virchow-Klinikum im Audimax, Lehrgebäude Forum 3
Punkte: Das Symposium wird für Pflegende mit CNE-Punkte durch die RbP – Registrierung beruflich Pflegender - zertifiziert. CME-Punkte durch die Zertifizierung der Ärztekammer Berlin sind ebenfalls beantragt.

Das Programm und eine Anmeldung für die Veranstaltung finden Sie unter www.notfallpflege.berlin.

Wir wünschen Ihnen zusammen mit Mareen Machner eine spannende und informative Veranstaltung mit interessanten Vorträgen, interprofessionellem Austausch und angeregten Diskussionen.

 

Termine für zweitägige offene Trainings zur Triage in der Notaufnahme bieten wir in Mülheim an der Ruhr an.
Neue Terminoptionen für Inhouse-Schulungen können wir Ihnen leider erst wieder für 2020 anbieten. Senden Sie uns gerne Ihre Angebotsanfrage.

Verantwortlich für Inhalt und Redaktion aller Texte: Stefan Ruhl und Dr. Elke Eberts. Sämtliche Beiträge des Newsletters sind sorgfältig für unsere Leser recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Dennoch ist eine Haftung ausgeschlossen. Alle Rechte liegen bei der Ruhl Consulting AG. Reproduktionen aller Art sind mit Hinweis und/ oder Verlinkung auf die Quelle und mit Information über die Verwertung an newsletter@ruhl-consulting.de gerne erlaubt.

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