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Krankenhausberater 4-2017: Das medizinische Portfolio schärfen

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Kommunikation hat viele Gesichter: Sie kann polarisieren, spalten und verletzen – anhand der Rhetorik von Donald Trump lässt sich das aktuell leider sehr gut beobachten. Kommunikation kann aber auch heilende Kraft entfalten und Verbindung von Mensch zu Mensch schaffen. Sie kann guter Samen für wahrhaftigen Frieden sein. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür dokumentiert der Film „Raamro Aakha Ma - In den Augen des Guten“ (hier können Sie den ganzen 55-Minuten-Film mit deutschen Untertiteln anschauen – oder sich über einen Auszug wie z.B. Minute 25-32, einen tiefen Eindruck verschaffen: zum Film

Dieser Dokumentarfilm erzählt, von der Aufarbeitung der Leidensgeschichte Nepals nach dem zehnjährigen bewaffneten Konflikt und vom Schmerz der Betroffenen. Er begleitet ehemalige maoistische Kämpfer, Konfliktopfer und Regierungsvertreter, die sich mit einem siebentägigen restaurativen Dialog nach den Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) auf den Weg zu Versöhnung begaben. 

Nepal, der von Indien und China umschlossene Binnenstaat, wurde bis 1990 als absolute, dann als konstitutionelle Monarchie regiert. Im Jahr 1996 begann die Maoistische Kommunistische Partei Nepals einen Bürgerkrieg gegen die Regierung, angetrieben von dem Wunsch ein besseres Leben für die Bevölkerung zu ermöglichen. Der gewaltsame Konflikt, der zehn Jahre andauern sollte, kostete 13.000 Menschen das Leben. Mehr als 100.000 Menschen wurden Opfer von Gewalt durch Sicherheitskräfte der Regierung oder durch die maoistische People’s Liberation Army (PLA). Ein Friedensabkommen sollte 2006 nachhaltigen Frieden schaffen. Doch die Aufarbeitung der Vergangenheit bleibt schwierig. Um die von beiden Seiten während des bewaffneten Konflikts verübten Menschenrechtsverletzungen zu bearbeiten, beschloss die Politik, eine Wahrheits- und Versöhnungskommission sowie Untersuchungen einzurichten. Die "restaurative circles" wurden noch davor in 2014 durchgeführt, um den Wahrheits- und Versöhnungsprozesses in Nepal zu unterstützen und gewaltfreie Kommunikation und den Wiederherstellungsdialog als Instrument für Heilung, Versöhnung und Gerechtigkeit zu schulen. 

Uns hat die Dokumentation zu diesem restaurativen Dialog und der von ihm ausgelösten Veränderungen sehr berührt. Sie zeigt, das mächtige Potenzial, das dem Prozess innewohnt, wenn Menschen sich mit Ihren Verletzungen gesehen und mit ihren Bedürfnissen verstanden fühlen. Wenn sie beginnen sich gegenseitig mit ihrer ganzen Empathie zuzuhören. Durch den transportierten Respekt kann Vertrauen entstehen, das eine menschliche Verbindung zwischen Opern und Tätern und damit Versöhnung und Vergebung ermöglicht. 

Selbst mit einer Person, deren Verhalten wir zutiefst ablehnen, können wir  tiefes Mitgefühl entwickeln, sobald wir die Bedürfnisse sehen, die sie sich mit der Handlung erfüllen wollte. Auf dieser Basis entwickelt sich Verständnis füreinander, das Begegnung möglich macht. Der Film zeigt, wie dieser Prozess von statten geht und welche Veränderung, die Teilnehmer dadurch erleben. Und er lädt nicht zuletzt dazu ein, selbst achtsam und empathisch im eigenen Alltag den Bedürfnissen der Anderen zu lauschen und auf die positive Wirkung zu vertrauen. 

Wir möchten uns daher für heute dem Schlusswort des Filmes anschließen: Es ist schön, zu sehen, welche Möglichkeiten die transformative Kraft eines echten Dialogs zwischen Menschen bereit hält, um die Welt ein kleines Stück weit mehr zu einem Ort zu machen, an dem hoffentlich alle gerne leben möchten.

Wir wünschen Ihnen auch heute wieder viel Spaß und spannende Antworten beim weiteren Lesen des Newsletters! 

Herzliche Grüße
Stefan Ruhl und Elke Eberts


Newsletter-Kategorie Aus der Krankenhauspraxis

Aus der Praxis: Strategische Entwicklung des medizinischen Portfolios

Da die beiden Kliniken Gastroenterologie und Kardiologie eines Kreiskrankenhauses Verluste generierten, wurden wir beauftragt im Rahmen einer Organisationsanalyse Stärken und Verbesserungspotenziale zu ermitteln und Handlungsoptionen für ein Mehr an Wirtschaftlichkeit aufzuzeigen.

Zum Beitrag


Newsletter-Kategorie Newsblogs

Unsere News: Von Kampfrhetorik zur Gewaltfreien Kommunikation

Angesichts der aktuellen Entwicklungen haben wir in unserem News-Blog rund um Führung und Management im Krankenhaus das folgende Thema vertieft:

in dem Beitrag gehen wir der Frage nach, wie Kommunikation einen friedvollen und achtsamen Umgang stärken kann und damit Verbindung schafft statt zu polarisieren.  

Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand unserer laufenden Beiträge. Diesen Beitrag und weitere Themen finden Sie auf unseren

News 


Newsletter-Kategorie Buchtipp

Unser Buchtipp: Storytelling in Beratung und Führung

Unser Leben spielt sich in Geschichten ab. Fortwährend erzählen wir uns und anderen Geschichten. Wir erleben Veränderung, Erfolg und Misserfolg in Geschichten. Betrachten wir das Geschichten-Erzählen aus einer professionellen Perspektive heraus, dann gibt es einen Namen dafür: Storytelling. Daniel Duss versteht darunter die Kunst des Erzählens und die Kunst, mit eigenen Geschichten Wirkung erzielen zu können. Dieser Kunst hat er ein Buch gewidmet.

 Zum Beitrag


Es gibt wieder einiges Neues auf unseren Seiten

Langsam, aber stetig und nach Zeitplan, geht es voran. Alte Homepageinhalte werden durch neue Seiten auf der Krankenhausberaterseite ersetzt. Neue Inhalte gibt es wieder auf:

Schauen Sie doch gelegentlich einmal vorbei. Zudem haben wir auch neue Referenzen online gestellt - wir selbst finden sie immer wieder spannend zu lesen.

 

Unter https:// www.krankenhausberater.de/coaching-training/offene-trainings/

finden Sie einige für Einzelpersonen geöffnete Fortbildungsveranstaltungen im 2. Halbjahr 2017, die wir Ihnen herzlich gerne empfehlen:

 

Wir freuen uns, Sie zu sehen!

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