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Krankenhausberater - Ruhl Consulting AG - News

Krankenhausberater 6-2019: Friedvolles Miteinander

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wir blicken auf ein bewegtes Jahr mit vielen schönen Momenten mit Ihnen, tollen Entwicklungen in den Projekten, aber auch mit echt herausfordernden Anliegen und Ausgangslagen der Kliniken zurück. Zum Ausklang des Jahres beschenken wir Sie mit einem Impuls zu einem Thema, das uns am Herzen liegt und das uns in der Praxis immer wieder beschäftigt: Dem friedvollen Miteinander und Wertschätzung jedes Einzelnen mit all den Verschiedenheiten, die wir Menschen mitbringen, soll sich dieser Newsletter widmen. Dazu lassen wir zuerst einen Mann sprechen, der mit seiner Haltung des Verzeihens und Versöhnens ein friedvolles Miteinander genährt hat: Nelson Mandela. Am Ende seines Buchs „Der lange Weg zur Freiheit“ schreibt er die folgenden Worte:

 

„Ich bin nicht mit dem Hunger nach Freiheit geboren worden. Ich bin frei geboren worden auf jede Weise.... Frei auf die Felder nahe der Hütte meiner Mutter zu laufen, frei in dem klaren Fluss zu schwimmen, der durch mein Dorf floss, frei Mealies zu rösten unter den Sternen und auf dem breiten Rücken langsam dahin trottender Bullen zu reiten. Solange ich meinem Vater gehorchte und den Gebräuchen meines Stammes folgte, hatte ich weder Menschen- noch Gottesgesetz zu fürchten. Erst als ich zu begreifen begann, dass meine jugendliche Freiheit eine Illusion war, erst als ich als junger Mann entdeckte, dass meine Freiheit mir längst genommen war, begann ich nach ihr zu hungern...

Während der langen, einsamen Jahre [im Gefängnis] wurde aus meinem Hunger nach Freiheit für mein eigenes Volk der Hunger nach Freiheit für alle Völker, ob weiß oder schwarz. Ich wusste so gut, wie ich nur irgend etwas wusste, dass der Unterdrücker genauso befreit werden muss wie der Unterdrückte. Ein Mensch, der einem anderen die Freiheit raubt, ist ein Gefangener des Hasses. Er ist eingesperrt hinter Gittern von Vorurteil und Engstirnigkeit. Ich bin nicht wahrhaft frei, wenn ich einem anderen die Freiheit nehme, genauso wenig wie ich frei bin, wenn mir meine Freiheit genommen ist. Der Unterdrückte und der Unterdrücker sind in gleichen Maßen ihrer Menschlichkeit beraubt. Als ich das Gefängnis verließ, sah ich es als meine Aufgabe, beide, den Unterdrücker und den Unterdrückten, zu befreien.

Manche sagen, das sei nun erreicht. Doch ich weiß, dies ist nicht so. Die Wahrheit ist, wir sind nicht frei; wir haben erst das Recht erreicht, nicht unterdrückt zu werden. Wir haben nicht den letzten Schritt unserer Wanderung getan, sondern nur den ersten Schritt auf einem längeren, noch schwierigeren Weg. Denn um frei zu sein, genügt es nicht, nur die Ketten abzuwerfen. Sondern man muss so leben, dass man die Freiheit anderer respektiert und fördert. Die wahre Prüfung für unsere Hingabe an die Freiheit hat also gerade erst begonnen.

Ich bin jenen langen Weg zur Freiheit gegangen. Ich habe mich bemüht, nicht zu straucheln; ich habe während des Weges Fehltritte getan. Doch ich habe das Geheimnis entdeckt, dass man nach dem Besteigen eines großen Berges feststellt, dass rings umher viele weitere Berge zu besteigen sind. Ich habe für einen Moment Rast eingelegt, um einen Blick um mich herum zu werfen, um auf die Wegstrecke zurück zu schauen, die ich gekommen bin. Doch ich kann nur für einen Augenblick rasten, denn mit der Freiheit stellen sich Verantwortungen ein, und ich wage nicht zu verweilen, denn mein langer Weg ist noch nicht zu Ende.“*

 

Mit diesen Worten möchten wir Sie einladen, Weihnachten als Fest der Versöhnung zu feiern, Groll und Ärger abzulegen und in einer Haltung des Verzeihens auf Konflikte zu blicken, die Sie dieses Jahr Ihre Energie gekostet haben. Wir wünschen Ihnen zu Weihnachten ein friedvolles Miteinander im Kreise Ihrer Lieben und einen guten Start in das neue Jahr 2020 - in der Hoffnung auch hier wieder kleine Schritte weiter in die Freiheit und Verantwortung zu gehen.

Herzliche Grüße
Stefan Ruhl und Dr. Elke Eberts

 

 

 * Nelson Mandela: Der lange Weg zur Freiheit. Autobiographie, Fischer Taschenbuch, Frankfurt, 22. Auflage: Dezember 2017, S. 834-836.


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Unser Buch Tipp: Das Macht Paradox

Der amerikanische Psychologe Dacher Keltner von der University of California in Berkeley beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Frage „Was ist Macht?“. Das Macht Paradox ist die Essenz seiner Studien zu dem Thema. Das Machiavellische Verständnis von Macht hat sich bis heute in unserer Kultur bewahrt, wonach Macht im Wesen mit Dominanz, Betrug und Gewalt verankert wird. Keltner schaut mit einer anderen Perspektive auf das Thema. Im Weiteren betrachtet er das Phänomen, dass Macht an einem bestimmten Punkt zu Machtmissbrauch verführt und was Menschen dagegen tun können.

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Aus der Praxis: Führungskompetenzen im Team reflektieren

In einer Teamentwicklung auf Oberarzt Ebene sollte eine Selbstreflexion zum Thema „Ich als Führungskraft“ erfolgen. Viele der Ärzte im Team waren noch jung in ihrer Rolle und hatten sich bislang um Instrumente zur Führung von Personal wenig bis keine Gedanken gemacht. So sollte sich der Blick auf ihre Führungskompetenz schärfen. Auch sollten sich die Teammitglieder Feedback geben und an ihrem gemeinsames Bild von Führung in Soll und Ist arbeiten. Dazu wählten wir die Methode der Kompetenzfigur.

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