Warum Veränderung lohnt: vom Mann und den Seesternen.

Veränderung | Einsatz - Veränderungen kosten Kraft und oft hadern wir mit der Mühe. Die Geschichte zeigt, dass ein Wechsel der Perspektive hilft, das Wozu zu klären.

 

Lähmende Bilder rund um den Erdball.

Hilfe suchende Menschen, denen wir oft urplötzlich gegenüber sehen. Schreckliche Schicksale in unserem engeren und weiteren Umfeld. So manche Begegnungen mit Patienten, die eine Diagnose jäh aus dem Leben reist u.v.a.m. Angesichts dessen fühlen wir uns vielleicht oft wie ohnmächtig und hilflos. Die Aufgaben sind riesig und unser Beitrag scheint zu klein, um wirklich etwas ändern zu können. Wie viel übermächtiger scheinen da all die destruktiven Kräfte, ihr Werk zu verrichten. Was schon erreichen die, die sich stetig um das Gute, das Soziale und Nachhaltige mühen. Lohnt sich all der Einsatz für Veränderung, wenn mit einem Atemzug alles bisher Erreichte immer wieder vernichtet wird? All jenen, die dieses Hadern mit den Mühen kennen und sich dem Gefühl der Sinnlosigkeit verschließen  wollen, ist unsere heutige Geschichte* persönlich gewidmet. Um aus den besonderen Momenten, in denen wir im Innersten berührt werden, Kraft zu schöpfen. Um sich selbst und den eigenen Idealen treu zu bleiben. Und um eine gute Antwort auf die Frage des Wozu zu finden.

Ein Mann ging bei Sonnenuntergang an einem langen, einsamen mexikanischen Strand entlang. Als er so schlenderte, sah er in der Ferne einen anderen Einheimischen. Als er näher kam, sah er, dass der Mexikaner sich fortwährend hinunter beugte, etwas aufhob und ins Wasser warf. Wieder und wieder schleuderte er etwas hinaus in den Ozean.

Als der Mann sich weiter näherte, erkannte er, dass es Seesterne waren, die der Einheimische beim Bücken aufhob. Seesterne, die an den Strand gespült worden sind. Einen nach dem anderen warf er sie ins Wasser zurück. Der Mann sah dem Mexikaner eine ganze Weile lang bei seinem Tun zu. Bis er schließlich in Rufweite kam. Er ging auf ihn zu und sprach ihn voll von echter Neugier an: "Guten Abend, mein Herr. Ich frage mich schon die ganze Zeit ganz gespannt, was Sie da tun?"

Ohne in seinem Tun inne zu halten, antwortete der Mexikaner freundlich: "Ich werfe diese Seesterne zurück ins Meer. Sehen Sie, es ist gerade Ebbe. Alle diese Seesterne sind ans Ufer gespült worden. Wenn ich sie nicht ins Meer zurück werfe, werden sie bald am Mangel an Sauerstoffl sterben." Der Mann erwiderte: "Ich verstehe. Aber es muss an diesem Strand wohl Tausende von Seesternen geben. Sie können unmöglich alle retten. Es gibt einfach zu viele. Und nicht nur hier. Das Sterben der Seesterne spielt sich wohl an Hunderten von Stränden überall an dieser Küste ab? Machen Sie nicht etwas Unmögliches? Sehen Sie nicht, dass Sie alleine doch gar nichts ändern können?"

Der Mexikaner beugte sich hinunter und hob einen weiteren Seestern auf. Als er ihn zurück ins Meer warf, erwiderte er: "Für den da habe ich gerade etwas verändert."

Vielleicht ist es auch eine kraftvolle Frage für Ihre Motivation: Für wen will ich heute einen Unterschied machen?

 


*Aus: Jack Canfield und Mark V. Hansen, Hühnersuppe für die Seele.

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