Schmitt, Tom | Esser, Michael (8. Auflage 2014)

Status Spiele. Wie ich in jeder Situation die Oberhand behalte. Fischer Verlag.

Mit dem Umgang mit der Macht haben wir uns bereits im News Blog beschäftigt. Das Buch  „Status Spiele – wie ich in jeder Situation die Oberhand behalte“ gibt eine Anleitung für das Navigieren in der Welt der Status-Spiele. Uns geht es darum, die eigenen Kommunikationsmuster zu reflektieren und die eigene Haltung in bestimmten Situationen im Gespräch zu prüfen.

Sie mögen fragen, wie das Thema mit dem Untertitel „Oberhand behalten“ zu einem Zeitgeist passt, der sich um Demokratisierung der Arbeitswelt bemüht? Status ist immer und überall. Wir können ihm nicht ausweichen. Wir haben immer einen. Die anderen mit denen wir kommunizieren auch. Er bestimmt darüber, wie wir kommunizieren – und er bestimmt, was wir erreichen. Diese Einsicht steht am Anfang des Buches. Wenn wir also um das Thema Status nicht herumkommen, gilt es uns damit auseinanderzusetzen. Um einen für uns stimmigen Weg zum Erreichen unserer Ziele zu finden. Kann ich in einer guten Haltung verhindern, dass andere sich „one up“ über mich stellen? Kann ich meinen Einfluss stärken und Verhalten, das meinem Wertesystem widerspricht, in seine Schranken weisen? Das Überschreiten von Grenzen eindämmen?

Für die Autoren bedeutet es, Status und Verhandeln als ein Spiel aufzufassen. Und sich dem Spiiel in einem Gefühl positiver Herausforderung zu stellen. Oder wie sie es ausdrücken: „Im Spiel um den Status bildet der innere Zustand das Gerüst und die äußere Darstellung die Fassade. Ist das Gerüst stabil, kann es jede Fassade tragen.“*

Den Einstieg in das Buch bildet eine Szene aus dem Alltag, die manch einer schon selbst erlebt hat. Es geht um die „Verteidigung“ eines freien Platzes in einem überfüllten Café. Anhand des sich daraus entspinnenden Dialogs zeigen die Autoren das versteckte Status-Spiel auf. Alternative Szenarien verdeutlichen, wie die Beteiligten das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden können. Das ist spannend zu verfolgen und gibt Denkanstöße für die eigene Kommunikation.

Im Anschluss daran stellen die beiden ihr Statusmodell vor. Sie unterscheiden dabei zwischen Hoch- und Tiefstatus und den damit verbundenen Komponenten Sympathie, Ablehnung, Nachgiebigkeit und Durchsetzung. Nachdem so die Grundlagen zur Unterscheidung diverser Stati gelegt sind, werfen die Autoren einen weiteren Blick auf das Thema „Status im Alltag“. Anhand vieler szenischer Beschreibungen zeigen sie, wie wir auf unterschiedliche Situationen reagieren können und welche eigenen Verhaltenskonzepte man sich aneignen kann.

Der dritte Teil des Buches beschäftigt sich mit dem Status im Beruf. Was bewirkt Status im beruflichen Tun und wie können wir hier Hebel finden, um erfolgreich zu kommunizieren? Es geht um den Umgang mit Kollegen, mit dem Chef und auch mit Kunden. Zudem gehen die Autoren auf das Thema Körpersprache als wichtigen Bestandteil der Status-Verhandlung ein.

Abschließend folgt ein Kapitel für den Status in der Liebe. Die dort aufgeführten Dialoge werden sicher viele zum Schmunzeln bringen. Wer kennt sie nicht und hat sie nicht schon öfters geführt?

Status Spiele ist voller Impulse für alle, die sich mit dem Thema Status näher befassen und ihr eigenes Statusverhalten unter die Lupe nehmen möchten. Mit seinen szenischen Beschreibungen ist es gut verständlich und praxisnah. Wir wünschen Ihnen damit viel Spaß in der  Arena der Status-Spiele.

 

Schmitt, Tom | Esser, Michael: Status Spiele. Wie ich in jeder Situation die Oberhand behalte. Fischer Verlag. 8. Auflage, 2014.

 

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