Prozessorganisation - die Zentrale Aufnahme.

Die Zentrale Aufnahme ist ein Weg sein, um Aufnahmen zu standardisieren, Behandlungsqualität zu sichern und die klinischen Prozesse zu entlasten.

 

Prozessorganisation - die Zentrale Aufnahme.

Elektive und nicht-elektive Patientenpfade werden getrennt

Damit wird die Planbarkeit elektiver Patienten für die Organisation der Klinik genutzt. Gleichzeitig sind getrennte Strukturen die einzige Chance, die es hat, Termintreue für elektive Patienten zu erzielen.

Raum und Zeit - sind zentrale Engpässe der Klinik

Die Bündelung gleichartiger Abläufe über alle Fachdisziplinen kann so ein großer Vorteil sein. Vorausgesetzt, die Fächer lassen sich entsprechend koordinieren.

Das bedeutet Wegezeiten und das gefühlte Wegnehmen eigener Sprechstundenräume. Das braucht eine gewisse Reife und Wandlungsbereitschaft in der Organisation. Oder aber klare Vorgaben und Strategien.

 

Die Qualität des Prozesses der Aufnahme elektiver Patienten ist oft von vielen Faktoren abhängig: Fachabteilung, zuständiger Stationsarzt, zuständige Pflegekraft, Uhrzeit, dem Aufkommen an Patienten, der Personalbesetzung usw.

In der Zentralen Aufnahme werden alle einbestellten (elektiven) Patienten empfangen, strukturiert administrativ und ärztlich - stationär oder prästationär - aufgenommen, in die Eingangsdiagnostik geführt und strukturiert für die weitere Behandlung vorbereitet.

Chirurgische Patienten können in vielen Fällen nach der (prästationären) Aufnahme wieder nach Hause geschickt werden, um sich erst wieder am Operationstag in der Klinik einzufinden. So kann die prästationäre Aufnahme ohne Berührung der Station in einer Organisationsstruktur stattfinden, die einer Ambulanz ähnelt.

Folgende kritischen Erfolgsfaktoren einer Zentralen Aufnahme sind es, die ,einen  relevanten Mehrwert für die gesamten Abläufe in der Klinik bewirken:

  1. Beziehen Sie (fast) alle Abteilungen ein.
  2. Ein gutes räumlich-funktionales Betriebskonzept ist zwingende Voraussetzung. Zum Betriebskonzept gehört auch eine fundierte und zukunftsorientierte Berechnung des Raumbedarfs.
  3. Die Leitstelle spielt die zentrale Rolle.
  4. In der Zentralen Aufnahme werden Fachärzte, nicht unerfahrene Assistenzärzte, eingesetzt. Dies sichert die Qualität der Patientenversorgung und erspart unnötige "Absicherungsdiagnostik". 
  5. Die Zentrale Aufnahme muss nicht mit Pflegekräften organisiert sein. Arzthelferinnen kommen in den stringent organisierten Arbeitsprozessen sehr gut zurecht. Ziel der Zentralen Aufnahme ist, dass Patienten administrativ und ärztlich mit der notwendigen Erstdiagnostik aufgenommen sind. Die pflegerische Aufnahme erfolgt idealerweise von den betreuenden Pflegekräften auf Station. Am besten mittels eines gemeinsamen Anamnesebogens. Die Administrative Aufnahme ist vor Ort angesiedelt.
  6. Die genaue Planung von Zeitfenstern für die Einbestellung ist ein Schlüssel zum Erfolg.
  7. Es wird eine prozessorientierte EDV benötigt.

Mit dem richtigen Konzept erzielt eine Zentrale Aufnahme qualitative und wirtschaftliche Vorteile.

Zentrale Aufnahme und Zentralambulanz, in welcher die elektiven Sprechstunden stattfinden, können bei entsprechender zeitlicher Koordination sinnvollerweise räumlich verknüpft werden.

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Verantwortlich für Redaktion und Inhalt: Dr. Elke Eberts und Stefan Ruhl.