Projektmanagement für die Führung.

Wegen immer wieder akuter Fragen an den Schnittstellen der Bereiche und Funktionen führten wir in einem Verbund von Kliniken ein zweitägiges Training zur Arbeit in Projekten durch.

 

Ziel

Ziel war es, die Anforderungen einer in Netzwerken organisierten Struktur zu thematisieren und durch die Schulung den Weg für neue Formen der Zusammenarbeit zu bereiten. Die Matrixorganisation – die im Krankenhaus absolut typisch ist - gehört zu einer der komplexen Formen von Organisationen. Sie ist eine gewollte Überlagerung von Kern- und Geschäftsprozessen. Dies kann zu nicht lähmenden Konflikten führen. In der Tat setzt diese Struktur eine sehr reife Form der Zusammenarbeit und eingespielte Teams voraus. Das Training sollte einen hohen Bezug zur Praxis haben und die Führung in einem Prozess des Teamcoaching in ihrer Zusammenarbeit positiv motivieren.

Umsetzung

In der einleitenden Sequenz wurde für diesen Anlass aktualisierte Organigramm erörtert und die Vor- und Nachteile  aus Sicht der Teilnehmer diskutiert. Es entstand die Erkenntnis, dass die Zusammenarbeit in Netzwerken eine Reife  der Beteiligten und auch Übung benötigt. Im weiteren Verlauf wurden Optionen der Zusammenarbeit an einem konkreten Projekt einer Klinik reflektiert und Schritt für Schritt verbessert.

Ein Projekt ist eine auf Zeit angelegte Matrix- Organisation im Kleinen. Im Projekt sind die Verantwortlichen gefragt, Bereich übergreifend ein Ziel zu erreichen. An einem im Vorfeld definierten Thema aus dem Alltag wurden daher dann die zentralen Punkte der Zusammenarbeit bearbeitet, wie Rolle, Verantwortung, Entscheidung, Delegation und Kommunikation. Sequenzen zur Teamentwicklung rundeten den Tag  ab. In kleinen Impulsen wurde das Rüstzeug und Methodik aus dem Projektmanagement vermittelt und in Übungen am Projektbeispiel angewendet. Den Transfer in die Praxis bewältigten die Teilnehmer mit gutem Erfolg. Sehr spannend war für viele die konkrete Eskalationswege festzulegen, wenn es nicht rund läuft.

Im Rollenspiels simulierten die Teilnehmer die Moderation der Sitzung der Lenkungsgruppe aus den Top Entscheidern. Diese wurde im Anschluss reflektiert und Regeln für zielfokussierte Sitzungen erarbeitet. Eine abschließende Aufstellung des Führungsteams würdigte die Stärken und gegenseitigen Ergänzungen.

Ergebnis

Durch den Fokus auf die Nähe zur praktischen Umsetzung und der direktenVerknüpfung mit den Führungen ergaben sich zahlreiche direkte Maßnahmen zur Verbesserung der Bereich übergreifenden Zusammenarbeit. Als Nebeneffekt konnten die erarbeiteten Inhalte direkt für ein anstehendes Projekt genutzt werden. Zudem setzten sich die Führungskräfte mit lösungsorientierten Ansätzen der Konfliktbewältigung auseinander. Das Training vermittelte den Teilnehmern die Sicherheit, mit einem gutem Methodenkoffer ausgerüstet zu sein. Zudem stärkte v.a. die Teamentwicklung die Wertschätzung und Offenheit in der Führungsriege.

Zusammenarbeit in einer Matrix-Organisation benötigt Reife
Zusammenarbeit in einer Matrix-Organisation benötigt Reife
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Verantwortlich für Redaktion und Inhalt: Dr. Elke Eberts und Stefan Ruhl.