Personalentwicklung in der Veränderung, AOK Die Gesundheitskasse

Referenzansprechpartnerin: Dr. Irmgard Stippler, Vorsitzende des Vorstands AOK Die Gesundheitskasse, 2015-2016

 

Ziel

Über eine enge Ausrichtung der Personalentwicklung (PE) an der Strategie, erhält die Unterstützung des Wandels Fokus. Die Organisation ist mitten in einem umfassenden Prozess der Zukunftssicherung. Zugleich werden viele Mitarbeitende altersbedingt in den nächsten Jahren ausscheiden. Das stellt das Unternehmen vor eine große Aufgabe. Wissen muss übertragen und weiterentwickelt werden, Ressourcen werden umverteilt.

Jeder Einzelne, der in seinen Alltagsabläufen mitdenkt, die Entwicklung voranbringt und Verantwortung im Tun übernimmt, wird die Säule der Organisation sein. Um das zu erreichen, gibt es einen Weg: jeder Einzelne darf mit einem hohen Anspruch an sein Wirken bei sich selbst anfangen und seine Alltagsroutinen vereinfachen und sich mit anderen Berufsgruppen effektiv abstimmen. Es gilt: Wissen teilen - für Ausfallsicherheit sorgen - die Potenziale der Digitalisierung nutzen.

Diese Verantwortung auszufüllen, ist nicht alleine Aufgabe der oberen Führungskräfte. Jeder findet Ideen für seinen Bereich. Ob es die kleinen Handgriffe sind, die das Arbeiten leichter machen oder der ganz große Hebel: Ideen miteinander diskutieren und gute Lösungen umzusetzen, schaffen neues Denken in der Organisation. Den Prozess unterstützt die PE als zentrale Instanz systematisch.

Umsetzung

Führungskräfte sind zentrale Promotoren der Veränderung. Sie sind gefordert, sich die nötigen Kompetenzen anzueignen und das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen:

  • Kompetenten Menschen Verantwortung übertragen und ihnen Hindernisse aus dem Weg räumen 
  • Ideen und Talente aufspüren und fördern.
  • Transparente und IT-gestützte Abläufe etablieren und für Verlässlichkeit sorgen.

Entscheidungen werden nicht für die Ewigkeit getroffen, sondern auf dem aktuellen Stand der Information. An die Kommunikation stellt dies besondere Herausforderung. Gute Vernetzung und Zusammenarbeit helfen dabei weiter.

Die PE als Bereich wird eng an der Strategie ausgerichtet. So erhält die Unterstützung des Wandels hohe Priorität.

  • Die laufende Fortbildungsquote je Mitarbeiter wird segmentiert nach Themen eng nachverfolgt. Fortbildung soll neue Impulse in die Routinen bringen und Perspektiven erweitern. Ziel ist auch, die Vernetzung und Zusammenarbeit im Unternehmen systematisch zu fördern.
  • Für die Fortbildungsoffensive steht ein Pool interner Trainer zur Verfügung. Die Trainer kommunizieren systematisch als Umsetzungsbegleiter die Veränderungsbotschaft ins Unternehmen. Alle von der PE begleiteten Maßnahmen werden in der Umsetzung der Strategie, d.h. v.a. im laufenden Changeprozess verortet. Ziel ist es, Mut und Stärkung durch den stetigen offenen Austausch zu geben.
  • Trainer bringen durch ihre eigene Zuversicht, Lösungsorientierung und positive Stimmung in den Veränderungsprozess. Sie leben so eine Vorbildrolle.
  • Einzelne Mitarbeitende bzw. Hospitationspaare werden in ihrer Alltagsroutine begleitet und in der Reflexion unterstützt. Die Erweiterung der eigenen Perspektive ist die Basis, um an der weiteren Entwicklung, Automatisierung und Verzahnung der Prozesse aus der eigenen Rolle heraus sachverständig mitzuwirken.

Über die Maßnahmen wird erlebbar, dass Veränderung Freude und spielerische Neugierde anregen darf. Mitarbeiter und Führungen selbst sind der erste Schritt der Veränderung und der Zukunftssicherung. Wer sich selbst nicht weiter entwickelt, wird morgen „veraltet“ sein. Teams brauchen Raum, um Gedanken auszutauschen und sich mit Ideen zu inspirieren. Zusammenarbeit und Kooperation werden erleichtert, wenn die Hürden der Kommunikation über die Grenzen von Abteilungen hinweg erst einmal abgebaut sind.

Ergebnis

Die Ergebnisse werden sich in mittlerer Frist durch eine Stärkung der Kompetenzen und Erfahrungen der Selbstwirksamkeit entfalten. Kurzfristig wird der Kommunikationsprozess im Unternehmen im Wandel  gezielt unterstützt. Der Bereich PE übernimmt damit eine wichtige kommunikative Funktion des Brückenbauers von der Strategie zum Tagesgeschäft. Seine Nähe zu den Führungen wird hierdurch zusätzlich gefördert.

Referenzprojekt: Personalentwicklung in der Veränderung, AOK Die Gesundheitskasse
Referenzansprechpartner: Dr. Irmgard Stippler, Vorsitzende des Vorstands AOK Rheinland-Pfalz/ Saarland
Projektzeitraum: 2015-2016


Wir berichten laufend Referenzprojekte aus der Praxis

Alle zwei Monate berichten wir von einem aktuell laufenden oder gerade abgeschlossenen Projekt. Unter unseren Referenzen seit dem Jahr 1999 finden sich mehrere 100 Kliniken. Darauf sind wir sehr stolz. Stolz, weil uns so viele Kliniken Jahr für Jahr ihr Vertrauen bei ihren offenen Fragen rund um die weitere Entwicklung schenken. Bloße Quantität spricht erst einmal für Erfahrung. Sie sagt aber alleine nichts über die Qualität in der Begleitung in Zeiten wie diesen aus. Die Branche ist im Umbruch. Das ist unser Element. Dabei bemühen wir uns stetig, aktuelle Beispiele aus unserer Praxis offen zu teilen. Die positiven Beispiele sind es, die jeder Veränderung in Zeiten des schnellen Wandels den Boden bereiten. Das offene Mindset ist es, was Menschen verbindet und sie über sich selbst hinaus wachsen lassen kann. Die Haltung des Gebens ist ein Teil der Veränderung selbst, die ankommt. Vielleicht spüren Sie dabei, wie sehr uns der Erfolg der Entwicklung unserer Kunden und ihre Begeisterung am Herzen liegen. Die Begeisterung unserer Kunden ist unsere Motivation. In Momenten der tiefen Begegnung wissen wir immer wieder, warum wir genau unseren Job machen.

Hierarchien, die sich der kritischen Reflexion, dem Feedback und der Entwicklung versperren, geht auf dem Weg der Nachwuchs aus. Andere, die sich zu wenig mit Kommunikation und Führung auseinander setzen, gehen in Konflikten untern. Die neue Generation hat eigene Ideen und bringt diese ein. Sie will Verantwortung übernehmen, sucht nach Sinn, will gestalten und einen Beitrag leisten.Führungen, die an sich selbst, mit anderen und mit ihren Teams arbeiten, sind die Schlüssel zum Übergang in die neue Zeit. Hierbei mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, Menschen zu neuem Denken und Handeln zu ermutigen, das ist unser Job. Mit "klassischer" Beratung hat das wenig gemein. So entstehen ein neues Selbstbewusstsein und frisches Leben in der Organisation. Entwicklung ist nie zu Ende. Mit Kliniken an den Themen zu arbeiten, die Sie im Innersten berühren, und mit Ihnen durch diese Phase zu gehen, erfüllt uns mit Freude. Immer wieder geht es dabei um kollektive Zusammenarbeit, die Wertschätzung, Schwung und Effektivität verleiht, den Arbeitsmodus verändert. So werden Potenziale entfaltet statt Ressourcen ausbeutet.

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Verantwortlich für Redaktion und Inhalt: Dr. Elke Eberts und Stefan Ruhl.