Organisationsgutachten LWL Pflegezentrum Lengerich

Referenzansprechpartnerin: Heinke Falkenstein-Sorg, Kaufmännische Direktorin Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL Klinik Lengerich, 2013

 

Ziel

Das LWL Pflegezentrum Lengerich ist eine offen geführte Wohn- und Pflegeeinrichtung für ältere Menschen, die auf Grund einer Sucht, einer chronisch psychischen Erkrankung oder einer geistigen Behinderung auf Dauer auf pflegerische Hilfe angewiesen sind. Die 30 Plätze verteilen sich auf zwei Wohngruppen. Für die Betreuung der Bewohner stehen rund 30 Mitarbeiter in 2 Teams zur Verfügung. Aktuell wird ein Neubau mit 52 Plätzen erstellt, der das heutige Gebäude ersetzen wird.

Die Direktion beauftragte eine Organisationsanalyse, um neben belastenden Strukturen in kurzer Frist wirksame Maßnahmen und v.a. ein in der langen Frist tragfähiges Betriebskonzept zu identifizieren. Zugleich sollten die Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit der Mitarbeiter gestärkt werden.

Umsetzung

In der Ist Analyse wurden die Strukturen des Pflegezentrums Lengerich erhoben. Neben Zahlen, Daten und Fakten wurden die beiden Bereiche besucht, die Tagesabläufe der Mitarbeiter erfasst und mit mehr als 50% der Mitarbeiter Interviews geführt. So entstand in kurzer Zeit ein detailliertes Bild der Stimmung in den beiden Teams. Die Zufriedenheit und wichtige Ideen zur Verbesserung wurden dokumentiert.

Die Projektgruppe war gemischt besetzt und umfasste Mitarbeiter aus beiden Teams, die Leitungen sowie die Verwaltung. Ein zentrales Element im Projekt war es, die Projektgruppe direkt in das Erarbeiten des Gutachtens einzubinden. Eine dabei erstellte SWOT Analyse und die Ergebnisse der Befragung dienten als Basis für die weitere Arbeit. Es stellten sich die folgenden Brennpunkte heraus: Klarheit zu Aufgaben und Verantwortlichkeiten, Kommunikation von Lob und Anerkennung, Stimmung im Team und Ausfallmanagement.

In vier Sitzungen der Projektgruppe wurden dazu Lösungen erarbeitet. Das Gutachten umfasst neben der Ist Situation und Empfehlungen zur künftigen Struktur einen konkreten Maßnahmenplan. Dieser wurden in drei Themen jeweils mit Quick Wins und mittelfristig realisierbaren Maßnahmen gegliedert.

Ergebnis

Im Projekt gelang es, die schwelenden Konflikte in den Teams zu benennen und konstruktiv zu bearbeiten. Im Lauf der Sitzungen etablierte sich eine sehr offene Kommunikation, die es ermöglichte, gemeinsam ein attraktives Bild der Zukunft zu malen und den Führungen und Mitarbeitern neues Vertrauen und neue Zuversicht zu vermitteln.

Das Gutachten zeigt die nötigen Veränderungen für eine robuste Entwicklung bis hin zum Neubau auf. Es wurde an die Führungen übergeben und den Mitarbeitern vorgestellt. Nebenprodukte sind u.a.:

  • Klare Beschreibung der Aufgaben für die diversen Funktionen
  • Ein an die verfügbaren Kapazitäten angepasster Rahmendienstplan
  • Auf- und Ausbau der Führungsstrukturen
  • Update der Versorgungskonzepte und Pflegeangebote

Referenzprojekt: Organisationsgutachten LWL Pflegezentrum Lengerich
Referenzansprechpartner: Heinke Falkenstein-Sorg, Kaufmännische Direktorin Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL-Klinik Lengerich
Projektzeitraum: 2013


Wir berichten laufend Referenzprojekte aus der Praxis

Alle zwei Monate berichten wir von einem aktuell laufenden oder gerade abgeschlossenen Projekt. Unter unseren Referenzen seit dem Jahr 1999 finden sich mehrere 100 Kliniken. Darauf sind wir sehr stolz. Stolz, weil uns so viele Kliniken Jahr für Jahr ihr Vertrauen bei ihren offenen Fragen rund um die weitere Entwicklung schenken. Bloße Quantität spricht erst einmal für Erfahrung. Sie sagt aber alleine nichts über die Qualität in der Begleitung in Zeiten wie diesen aus. Die Branche ist im Umbruch. Das ist unser Element. Dabei bemühen wir uns stetig, aktuelle Beispiele aus unserer Praxis offen zu teilen. Die positiven Beispiele sind es, die jeder Veränderung in Zeiten des schnellen Wandels den Boden bereiten. Das offene Mindset ist es, was Menschen verbindet und sie über sich selbst hinaus wachsen lassen kann. Die Haltung des Gebens ist ein Teil der Veränderung selbst, die ankommt. Vielleicht spüren Sie dabei, wie sehr uns der Erfolg der Entwicklung unserer Kunden und ihre Begeisterung am Herzen liegen. Die Begeisterung unserer Kunden ist unsere Motivation. In Momenten der tiefen Begegnung wissen wir immer wieder, warum wir genau unseren Job machen.

Hierarchien, die sich der kritischen Reflexion, dem Feedback und der Entwicklung versperren, geht auf dem Weg der Nachwuchs aus. Andere, die sich zu wenig mit Kommunikation und Führung auseinander setzen, gehen in Konflikten untern. Die neue Generation hat eigene Ideen und bringt diese ein. Sie will Verantwortung übernehmen, sucht nach Sinn, will gestalten und einen Beitrag leisten.Führungen, die an sich selbst, mit anderen und mit ihren Teams arbeiten, sind die Schlüssel zum Übergang in die neue Zeit. Hierbei mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, Menschen zu neuem Denken und Handeln zu ermutigen, das ist unser Job. Mit "klassischer" Beratung hat das wenig gemein. So entstehen ein neues Selbstbewusstsein und frisches Leben in der Organisation. Entwicklung ist nie zu Ende. Mit Kliniken an den Themen zu arbeiten, die Sie im Innersten berühren, und mit Ihnen durch diese Phase zu gehen, erfüllt uns mit Freude. Immer wieder geht es dabei um kollektive Zusammenarbeit, die Wertschätzung, Schwung und Effektivität verleiht, den Arbeitsmodus verändert. So werden Potenziale entfaltet statt Ressourcen ausbeutet.

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
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Verantwortlich für Redaktion und Inhalt: Dr. Elke Eberts und Stefan Ruhl.