Kompetenzfigur: Führungskompetenz im Team Coaching reflektieren, Zertifizierter Coach bei der Systemischen Gesellschaft

Im Coaching nennen wir aus Vertraulichkeit keine Referenzen, Coachees empfehlen uns eigeninitiativ weiter.

 

Ziel

Im Alltag bleibt oft wenig Zeit, sich bewusst mit den eigenen Kompetenzen, Wünschen und Handlungsfeldern auseinander zu setzen. Räume für Selbstreflexion zu geben, ist wichtig, gerade wenn es um die Prävention der Eskalation von Konflikten geht. Das gilt v.a. in der Führung.

In einem Teamcoaching des Leitenden Oberarztes und einer Oberärztin sollte angeregt durch den Chefarzt eine gemeinsame Selbstreflexion der Führungsrolle und eine Klärung ihrer Reibungen im Alltag erfolgen. Über die bewusste Reflexion sollte den Blick auf ihre Führungskompetenz und -verantwortung schärfen. Zudem sollten Ziele, Erwartungen und Stolpersteine überprüft werden. Beide sollten sich in einem geschützten Rahmen offenes wechselseitiges Feedback geben und so an ihrer gemeinsamen Führung arbeiten. 

Umsetzung

Die eigene Kompetenz anerkannt zu bekommen, stellt eine universelle Sehnsucht der Menschen dar. Die eigenen Kompetenzen klar zu benennen, fällt hingegen vielen schwer und braucht Übung. Zudem machen wir immer wieder die Erfahrung, dass Ärzte kaum auf ihre Führungsrollen vorbereitet sind. Eine bewusste Reflexion hilft, um die eigene Führung, aber auch die Motivation zur Führung zu klären. Um die Reflexion visuell  zu rahmen und dabei entstehende Assoziationen für die weitere Arbeit zu sammeln, wählten wir in der Eingangssequenz des Team Coachings die Methode der Kompetenzfigur. Beide Oberärzte sollten sich in Bezug auf ihre eigene Führungskompetenz damit auseinandersetzen, welche Figur sie machen:

  • Kopf: Ziele und Erwartungen
  • Arme/Bizeps: Stärken
  • Herz: Leidenschaft
  • Rechtes Bein: Stolpersteine
  • Linkes Bein: Halt/Sicherheit

Nach der Selbstreflexion stellten sich gegenseitig ihre Kompetenzfigur vor. Der zuhörende Part sollte jeweils eine Ergänzungen und Feedback geben. Dann gingen wir in einen Austausch untereinander. Dabei fokussierten wir auch auf den Prozess. Wie war es den Einzelnen bei der Reflexion ergangen? Was hat sie bewegt? Was hat Resonanz erzeugt? Womit taten sie sich schwer? Woran denken sie jetzt?

Ergebnis

Neben der Schärfung des eigenen Blicks auf die Rolle als Führungskraft das Verständnis für die Stärken, aber auch für die Herausforderungen, vor denen jeder Einzelne steht, gewonnen werden. Es entstand auch ein Gruppenbild der gemeinsamen Führungskompetenz in dem sichtbar wurde, wie beide guter Sparringpartner und eine Ergänzung füreinander sein können. Der offene Austausch und das wechselseitige Feedback schaffte eine neue Qualität auf der Beziehungsebene, von der sich beide berühren ließen. Es trat der Konflikt an die Oberfläche, dass sich die Oberärztin in einer Visite vor anderen vom Leitenden Oberarzt mit einer Kritik - aus ihrer Sicht inhaltlich falsch - bloßgestellt fühlte und dies so vor dem Team nicht stehen lassen konnte. Seitdem sei die Stimmung der beiden zueinander frostig geworden. Das gegenseitge Anerkennen der jeweiligen Kompetenzen eröffnete den Weg, gemeinsam in die weitere Konfliktklärung zu gehen.

Referenzprojekt: Kompetenzfigur: Führungskompetenz im Team Coaching reflektieren, Zertifizierter Coach bei der Systemischen Gesellschaft

Referenzansprechpartner: Im Coaching nennen wir aus Vertraulichkeit keine Referenzen, Coachees empfehlen uns eigeninitiativ weiter.

 


Wir berichten laufend Referenzprojekte aus der Praxis

Alle zwei Monate berichten wir von einem aktuell laufenden oder gerade abgeschlossenen Projekt. Unter unseren Referenzen seit dem Jahr 1999 finden sich mehrere 100 Kliniken. Darauf sind wir sehr stolz. Stolz, weil uns so viele Kliniken Jahr für Jahr ihr Vertrauen bei ihren offenen Fragen rund um die weitere Entwicklung schenken. Bloße Quantität spricht erst einmal für Erfahrung. Sie sagt aber alleine nichts über die Qualität in der Begleitung in Zeiten wie diesen aus. Die Branche ist im Umbruch. Das ist unser Element. Dabei bemühen wir uns stetig, aktuelle Beispiele aus unserer Praxis offen zu teilen. Die positiven Beispiele sind es, die jeder Veränderung in Zeiten des schnellen Wandels den Boden bereiten. Das offene Mindset ist es, was Menschen verbindet und sie über sich selbst hinaus wachsen lassen kann. Die Haltung des Gebens ist ein Teil der Veränderung selbst, die ankommt. Vielleicht spüren Sie dabei, wie sehr uns der Erfolg der Entwicklung unserer Kunden und ihre Begeisterung am Herzen liegen. Die Begeisterung unserer Kunden ist unsere Motivation. In Momenten der tiefen Begegnung wissen wir immer wieder, warum wir genau unseren Job machen.

Hierarchien, die sich der kritischen Reflexion, dem Feedback und der Entwicklung versperren, geht auf dem Weg der Nachwuchs aus. Andere, die sich zu wenig mit Kommunikation und Führung auseinander setzen, gehen in Konflikten untern. Die neue Generation hat eigene Ideen und bringt diese ein. Sie will Verantwortung übernehmen, sucht nach Sinn, will gestalten und einen Beitrag leisten.Führungen, die an sich selbst, mit anderen und mit ihren Teams arbeiten, sind die Schlüssel zum Übergang in die neue Zeit. Hierbei mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, Menschen zu neuem Denken und Handeln zu ermutigen, das ist unser Job. Mit "klassischer" Beratung hat das wenig gemein. So entstehen ein neues Selbstbewusstsein und frisches Leben in der Organisation. Entwicklung ist nie zu Ende. Mit Kliniken an den Themen zu arbeiten, die Sie im Innersten berühren, und mit Ihnen durch diese Phase zu gehen, erfüllt uns mit Freude. Immer wieder geht es dabei um kollektive Zusammenarbeit, die Wertschätzung, Schwung und Effektivität verleiht, den Arbeitsmodus verändert. So werden Potenziale entfaltet statt Ressourcen ausbeutet.

Systemische Gesellschaft
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Verantwortlich für Redaktion und Inhalt: Dr. Elke Eberts und Stefan Ruhl.