Geocodiertes Einweiser Management - Mehr Transparenz.

Geococdiertes Einweiser Management schafft mehr Transparenz in der Klinik. Sie erkennen frühzeitig Veränderungen der Einweiser und können handeln.

 

Geocodiertes Einweiser Management

Die Wirksamkeit von Einweiser Management bildet sich mit Zeitverzug in den medizinischen Leistungen einer Klinik ab. Nämlich in der Intensität der  Zu- und Einweisungen der umliegenden Ärzte. So sind alle im Einzug ansässigen Ärzte Vertriebspartner der stationären Leistungen der Klinik.

Geocoding Tools sorgen für den Überblick im Einweiser Management

Einweiser Management setzt die Wissen über die Entwicklung der Einweisungen, der Patienten- und Einweiserstruktur sowie der Wünsche von Einweisern voraus. Wer sich Wissen besorgt, findet effektive Maßnahmen, um Einweiser zu gewinnen und zu binden. Daher versteht sich der Zugriff auf Zahlen, Daten, Fakten und die geocodierte Analyse als ein Baustein für mehr Verständnis des Klinik (Beispiel einer Analyse vgl. Abb.1). Je fundierter die geocodierte Analyse, desto effektiver sind die Information und desto umfassender wird das Wissen, das sich daraus für zum Verbessern der internem Prozesse gewinnen lässt. Für eine laufende IT-gestützte Datenaufbereitung haben wir mit dem GPM Performance Manager (im Weiteren kurz GPM)* gute Erfahrungen.

Technische Voraussetzungen für geocodiertes Einweiser Management

In unser Beratung halten wir den GPM für eine sehr smarte Netzwerk- Lösung.* Wir möchten sie Ihnen mit einigen Anwendungen für einegeocodierte Abteilungsanalyse kurz vorstellen. Da es sich um ein so g. Saas (Software as a Service) Tool handelt, ist ein monatliches webbasiertes Monitoring aller relevanten Statistiken und Kennzahlen einfach möglich. Der GPM hat in mehreren unserer Projekte bewiesen, vielfältigste Anforderungen systemseitig in kurzer Zeit zu berücksichtigen. Jeder Kunde hat eine individuell konfigurierte Software für das operative und strategische Management sowie für ein performantes Marketing. Die Software läuft über einen gewöhnlichen Webbrowser ohne jegliche Installation von jedem webfähigen Computer aus.

Erstanalyse des abteilungsspezifischen Einweiser Managements

Das Augenmerk einer geocodierten Einweiseranalyse liegt auf dem Entwickln eines individuellen Konzepts für die Abteilungen mit dem Ziel, Patientenströme zu sichern und vorhandene Marktpotentiale weiter auszuschöpfen. Zuerst erfolgt die Analyse der standardisierten Datensätze nach §21 KHEntgG. Die Auswertung kann neben der Abteilungssicht auch auf Ebene von Einzel-DRGs durchgeführt werden. Mit Hilfe einer geocodierten Auswertung wird die Patientenherkunft bestimmt und für jede Abteilung das Einzugsgebiet definiert. Alternativ kann ein einheitliches Einzugsgebiet für das gesamte Krankenhaus zugrunde gelegt und abgebildet werden (vgl. Abb. 2).

Die integrierte GPM-Datenbank umfasst aktuell mehr als 120.000 niedergelassene Ärzte mit Fachrichtung und regionaler Verteilung. Da nicht alle Kliniken ihre Einweiserdaten auf dem aktuellen Stand gepflegt haben und auch kaum Wissen über die Nicht-Einweiser haben, beinhaltet der Datensatz wertvolle Informationen. Ein teilautomatisiertes Matching der Datenbank mit der internen Einweiserstatistik ermöglicht die gezielte Auswahl der Ärzte sowie die Analyse der Situation im Markt. 

ABC-Analyse Einweiser Management

Darüber hinaus liefert der GPM viele interessante Anwendungen. Wie z.B. eine Bestands- und Strukturanalyse der Einweiser. Nach der Analyse der Struktur der Einweiserdaten können Risiken wie die unzureichende Marktposition oder die Gefahr systematischer Fallzahlverluste erkannt und aktiv bearbeitet werden. Aufgrund einer hohen Anzahl von Einweisern, ist es nicht möglich und auch nicht effektiv, jeden Arzt individuell anzusprechen. Für die Priorisierung der Betreuungsintensität empfiehlt sich, eine ABC-Kategorisierung der Einweiser. Es sind aber auch jederzeit feinere Segmentierungen möglich (vgl. Abb. 3).

So identifizieren Sie Ihre Haupt-, Mittel- und Gering- Einweiser in Ihren Fachabteilungen, und erkennen zudem Risiko- und Nichteinweiser. 

  • A- oder Haupteinweiser liefern stabile hohe Einweisungen. Regelmäßige persönliche Kontakte sind Teil des aktiven Netzwerkens. Sie sind das offene Ohr für die Bedürfnisse der Kooperationspartner und die Entwicklungen des Marktes.
  • B- oder Mitteleinweiser besitzen ein stabiles mittleres Einweisungsverhalten. Oft verbirgt sich dahinter ein hohes unausgeschöpftes Potential, welches durch eine gezielte Informations- und Kommunikationspolitik und passgenaue Services erschlossen werden kann.
  • C-oder Geringeinweiser liefern wenige vereinzelte und unregelmäßige Einweisungen. Offenbar ist die Abteilung nicht hoch im Kurs bzw. noch nicht auf dem Radar des Arztes.
  • Risiko-Einweiser weisen im Vergleich zur Vorperiode (Quartal, Jahr) signifikant weniger Patienten ein. Je nach Ausmaß der Schwankung sind schnell gezielte Maßnahmen auf den Weg zu bringen.
  • Nicht-Einweiser umfassen Ärzte, die medizinische Leistungen in einem relevanten Fachgebet erbringen, jedoch bisher keine Patienten in die Klinik eingewiesen haben. 

Analyse der Region und des Einzugsgebiets 

In der Analyse der Region und des Einzugsgebiets wird die  regionaler Verteilung der Einweisungen bestimmt, mit dem Ziel vorhandene Auffälligkeiten in den Patientenströmen zu erkennen. Die Auswertung erfolgt abteilungsbezogen auf Ebene von Postleitzahlen und kann zu Landkreisen oder Bundesländern aggregiert werden. Die Entwicklung der Regionen kann dann in einer thematischen Karte (Abb.4) visualisiert werden.

  • Mit „gelb“ und „rot“ werden die Gebiete markiert, die im Vergleich zu der vorigen Periode weniger Einweisungen haben.
  • Mit „grün“ werden alle Gebiete mit einer angestiegenen Anzahl gekennzeichnet.

Durch die Visualisierung ist ein intuitiver Überblick über die Entwicklung der Patientenströme verfübgar. Der Anwender kann interaktiv navigieren, betroffene Einweiser finden und auf bestehende Veränderungen aktiv eingehen.

Einweiser Controlling

Um eine Klinik am Markt zu positionieren, Handlungsfelder zu erkennen und die Wirkung von Maßnahmen zu verfolgen, braucht es feste Strukturen. Über das monatliche Monitoring gewinnen Sie genaue Kenntnisse über die Einweiser- und Patientenströme und können fundierte Entscheidungen treffen. Die Erstauswertung gestalten und konfigurieren wir in Abstimmung mit Ihnen individuell. Das so genannte Dashboard bleibt Ihnen auch nach Projektabschluss, so dass Sie sich dauerhaft auf das Management fokussieren können.

Marketingkonzept zum Einweiser Management

Es macht Sinn, einweisende Ärzte in Abhängigkeit von Ihrer fachlichen Bedeutung und Intensität der Einweisungen mit einem unterschiedlichen Marketing Mix zu betreuen. In einer Strategieklausur erarbeiten wir mit Ihnen dafür ein Marketingkonzept mit praktikablen Umsetzungsplänen. Dieses wird mit Erfolgskennzahlen und zugehörigen Zielgrößen hinterlegt, deren Erreichung sich wiederum im GPM Dashboard monitoren lässt. 

Fazit

Kliniken ziehen bereits hohen Nutzen aus einer Erstanalyse. Der Aufbau eines systematischen Einweiser Managements gehört auf die Agenda jeder kundenorientierten, modernen Klinik.Denn ohne Strategie und Norm bleibt Handel Zufall. 

Es bietet sich zudem an, das Tool unterstützend in einer zentralen Management Funktion - etwa im Controlling oder im Marketing - fest zu verorten. Denn ohne stetiges Handeln in der Abteilung bleibt die beste Strategie nur bloße Theorie.

  


* Direkte Kontaktdaten zum GPM Performance Manager:
   GPM Systems GmbH
   Alexander Miller
   alexander.miller(at)gpm-systems.de 
   www.gpm-systems.de

 

 

Abb.1: Regionale Einweiseranalyse (GPM 2016)
Abb.1: Regionale Einweiseranalyse (GPM 2016)
Abb.2: Einzugsgebiet und Niedergelassene nach Fachgebiet (GPM 2016)
Abb.2: Einzugsgebiet und Niedergelassene nach Fachgebiet (GPM 2016)
Abb.3: ABC-Einweiseranalyse (GPM 2016)
Abb.3: ABC-Einweiseranalyse (GPM 2016)
Abb.4: Einweisungsbilanzen (GPM 2016)
Abb.4: Einweisungsbilanzen (GPM 2016)
Zu weiteren Beiträgen

 

 

Verantwortlich für Redaktion und Inhalt: Dr. Elke Eberts und Stefan Ruhl.