Fokus auf das Wesentliche: Der Blinde auf den Seven Summits.

Fokus | Veränderung - Was ist der entscheidende Punkt in Ihrer Weiterentwicklung? Gerade in der Führung ist diese Frage immer wieder neu zu stellen.

Geht es darum, möglichst viele Aufgaben zu erledigt? Dass Geld gespart wird? Oder dass wir uns voll und ganz auf das Wichtigste konzentrieren?

Begeben wir uns auf eine Reise. Besteigen wir einen der höchsten Berge der Erde! Dies erfordert eine hohe Anstrengung und Fokussierung. Die Temperaturen liegen weit unter null. Der Wind ist eisig, die Luft wird mit jedem Schritt dünner. Der Weg zum Gipfel ist senkrecht mit abfallenden Eishängen ohne Halt. Als Bergsteiger tragen wir unser Haus auf dem Rücken. Sprich: wir können nicht alles mitschleppen, was wir gerne mitnehmen möchten, um es uns schön zu machen. Deshalb achtet jeder Bergsteiger genau darauf, was er mitnimmt. Je höher wir kommen, desto schwieriger und anstrengender wird der Aufstieg. Und umso mehr müssen wir unwesentliche Dinge, die nur belasten, ablegen. Wir müssen Ballast abwerfen und beweglicher werden, damit wir unser Ziel erreichen.

Und dann das letzte Stück bis zum Gipfel. Eisige Temperaturen und schwieriges Gelände. Die Luft ist dünn, jeder Schritt eine Gefahr. Womöglich müssen wir an dieser Stelle sogar unseren Rucksack ganz zurücklassen und uns nur noch auf die eine Sache konzentrieren. Das alles ist für einen gesunden, voll belastbaren Bergsteiger eine echte Herausforderung. Für einen Blinden scheint dies nahezu unmöglich. Einen oder gar mehrere Berge zu bezwingen, ohne zu sehen? Das ist kaum vorstellbar. Und doch hat es einer geschafft: Erik Weihenmayer. Der erste Blinde, der die „Seven Summits“, die sieben höchsten Gipfel aller Kontinente, bestiegen hat. „Wenn du dich auf ein Ziel fokussierst, kannst du fast alles erreichen“, sagt Weihenmayer selbst.

Entscheidend ist somit der Fokus und die Frage: Was brauche ich wirklich, um das Wesentliche zu erreichen? Wir alle müssen dafür sorgen, dass unser Gepäck nicht zu schwer ist und wir den Weg gut bewältigen können. Bedeutet auch: Nein sagen, immer wieder Entschlacken. 

In der Natur besetzt jede einzelne biologische Zelle Mechanismen der Entschlackung und Regenerierung. Ohne systematische, kontinuierliche Entgiftung ist kein Überleben möglich. Dies gilt für Organismen höherer Art genauso wie für Menschen und für Unternehmen. Entsprechend muss in jedem Unternehmen ein Prozess der Bereinigung von Unzeitgemäßem, Überkommenem und Überflüssigem etabliert werden, wenn das Wesentliche erreicht werden soll.Nur so kann es gelingen, mehr von dem zu tun, was wichtig ist.

Oder kurz: Weniger bringt manchmal mehr.

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Verantwortlich für Redaktion und Inhalt: Dr. Elke Eberts und Stefan Ruhl.