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Change Kompetenzen

Sich selbst führen, andere Menschen führen, Teams führen

Wir erleben täglich Veränderung. In unserer Arbeit und persönlich. Die Frage ist, wie wir damit bewusst umgehen. Dafür möchten wir Ihnen Zuversicht geben, Impulse und die Ermutigung, den Change als Chance zur Weiterentwicklung für sich zu nutzen. Das macht Leben aus! Hier merken wir als Menschen wie sehr wir einander brauchen. In diesem Sinne sind Sie bei dem anbelangt, was uns antreibt: Herzlich Willkommen an diesem Herzstück unserer Webseite!

Jim Collins hat einmal die Struktur des Erfolgs professioneller Entwicklung  untersucht.* Es zeigt sich, wie viel dies mit Vernunft und Disziplin der Menschen im Denken und Handeln zu tun hat. Das sind reflektierte Menschen, die sich für die gemeinsame Sache einsetzen und die sich für sich und andere als Steuerkraft, Impuls- und Taktgeber engagieren. So setzen sie ein Schwungrad in Gang und ihr Umfeld wird immer mehr zu etwas Besonderem. Bei nicht weniger als dem möchten wir Sie unterstützen.

In 12 kurzen Bildern lenken wir hier Ihr Augenmerk auf 12 Kompetenzen für den nachhaltigen Wandel. In allen Phasen der Veränderung kommt es zu Konflikten. Diese gilt es zu würdigen, denn Konflikte machen deutlich, dass es etwas Altes gibt, das zurückbleiben und etwas Neues, das integriert werden muss. Gelingt es, Konflikte sachlich und produktiv aufzulösen, so kann daraus tiefe Motivation und Zufriedenheit entstehen. Gelingt es nicht, dann kommt es früher oder später oft zum Bruch. Veränderung und das Herauswagen aus der alten Komfortzone können als positiv und bereichernd erlebt werden, wenn Konflikte überwunden werden.

Im Nachgang bieten wir Ihnen Selbstreflexionen an, um an den 12 Bildern im Selbstcoaching weiterzudenken. Nehmen Sie sich dafür ruhig immer wieder einmal Zeit!

 

 

Denken Sie an einen Konflikt, der klarmacht: Hier muss sich etwas weiterentwickeln.

Vorab: Es ist normal, dass Veränderungen jede Menge Konflikte mit sich bringen. Und dass Menschen Konflikte nicht als angenehm empfinden. Dass Konflikte Energie kosten. Lassen Sie sich Mut machen, wesentliche Veränderung trotzdem mit kleinen, leichten Schritten anzugehen. Mit einem klaren Blick für das gute Ziel und mit der nötigen Empathie für sich selbst und Ihr Umfeld. Sehen Sie Entwicklung als Challenge, die Sie spielerisch angehen und mit der Sie - wer weiß - sich und anderen bedeutsame Momente verschaffen.

Seien Sie auf dem Prozess nicht zu schnell. Nehmen Sie sich Schritt-für-Schritt ein Bild vor und gehen Sie in die Reflexion:

  • Nehmen Sie sich nicht mehr als ein Bild und zwei der vier Fragen, ein weißes Blatt Papier und 5-10 Minuten Zeit ohne Störung. Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf und schreiben Sie auf, was Ihnen in den Sinn kommt.
  • Tauschen Sie sich in den nächsten Tagen mit jemanden dazu aus und fassen Sie Ihre Gedanken in Worte. 

Und dann warten Sie ab, was das Unterbewusstsein über die Woche an die Oberfläche spült...

 

EpisodeFragen zur Selbstreflexion (Schreibcoaching)
1. Führen heißt, das Bild entwerfen.
Lernen von Van Gogh.
  • Was tue ich, um vom Ausführer der Ziele anderer selbst zum (Mit-)Gestalter zu werden?
  • Was macht für mich das Besondere an meinem/ unserem Team aus? Was können wir damit bewirken?
  • Was können wir richtig gut? Fällt uns das leicht? Liegt darin Leidenschaft?
  • Welchen Anteil an der täglichen Arbeit nimmt dieses ein? Wie lässt sich dieser ein wenig steigern?
2. Führen zu großen Zielen.
Lernen von John F. Kennedy. 
  • Welche Vision habe ich für die Zusammenarbeit?
  • Was gibt mir Sinn?
  • Wen kann ich damit ebenso begeistern wie mich? Noch wen?
  • Wie müsste ich meine Vision für meine engsten Kollegen formulieren?
3. Die Wunder-Frage.
Lernen von Katja Ebstein.
  • Was lässt mich manchmal schlecht schlafen oder beschäftigt mich immer wieder?
  • Was wäre anders, wenn ein Wunder geschehen und mein Konflikt gelöst wäre? 
  • Welche Situation kenne ich, die meinem Bild der wunderbaren Zukunft nahe kommt? Wieviel Leben, Klarheit, Empathie ist dort präsent?
  • Woran kann ich mich erinnern, wo ich mich - trotz Realismus für die Gegenwart - mit meiner Zuversicht in das gute Ende verbinden konnte (Stockdale-Paradoxon)?
4. Die Macht der Rituale.
Lernen mit Ritualen.
  • Schenken Sie Ihrem Umfeld einen Blick, ein Lächeln oder pflegen Sie der andere gute Gewohnheiten bei der Begegnung? 
  • Wo erleben Sie im  Alltag Rituale/ Gewohnheiten, die Sie nicht unterstützen, sondern Sie einschränken?
  • Welche Rituale von morgen möchte ich gerne heute einführen?
  • WIe merken Sie, dass Sie sich mit sich selbst verbunden fühlen?
5. Wahrheit, Klarheit, Transparenz.
Lernen vom Zeltplatz. 
  • Wie reden Sie wann mit Menschen? Nehmen Sie sie in Ihren Bedürfnissen wahr?
  • Veränderung ist das Leben. Welche Sicherheit können Sie Ihrem Umfeld geben? Was können Sie für sich tun?
  • Welche Grundwerte sind für Sie - bei aller Veränderung - unumstößlich?
  • Welche Werten möchten Sie mehr Raum geben?
6. Stärken im Team stärken.
Lernen von Whoopy Goldberg.
  • Welche Stärken sehen Sie bei Ihren einzelnen Mitarbeitern? Sehen die das genauso?
  • Welche Ergänzungen kann der Einzelne gebrauchen? Welche kann er im Team finden?
  • Was ist mein Beitrag, dass Verschiedenheit im Team bewusst geschätzt wird?
  • Und wenn es doch einmal kracht: Wie gelingt es mir Konflikte im Team zu klären und sie produktiv zur Weiterentwicklung zu nutzen?
7. Raus aus der Entscheidungsklemme.
Lernen vom Wocheneinkauf.
  • Wo helfen mir  bewusste klare Entscheidungsregeln im Alltag weiter und sparen mir Energie? 
  • Welche Verhaltenswegweiser gebe ich meinem Team an die Hand, um Stresssituationen leichter zu bewältigen?
  • Wo kann ich mehr loslassen und andere es auf ihre Weise machen lassen? Wann gelingt mir das gut? Wann weniger?
  • Was steht jetzt für mich zur Entscheidung an? 
8. Verantwortung übergeben.
Lernen vom Ameisenstaat. 
  • Welchen Dingen, auf die es wirklich ankommt, wollen Sie sich mehr widmen?
  • Übertragen Sie häufig verantwortlich Aufgaben? Kommunizieren Sie dabei im Vorfeld klar, worauf es Ihnen dabei ankommt?
  • Geben Sie dem Mitarbeiter systematisch Feedback, wenn er den Auftrag abgeschlossen hat? Worauf wollen Sie hier künftig mehr achten?
  • Wann haben Sie sich davon überraschen lassen, dass Menschen die Ihnen übertragene Veranwortung auf eigene Art und Weise ausüben? Können Sie das anerkennen?
9. Folgen durch Vertrauen.
Lernen von der Leitstute. 
  • Vertrauen Sie auf sich selbst - damit auch andere Ihnen vertrauen können? Wann verlieren Sie Ihr Selbstvertrauen?
  • Was macht Sie als Führungspersönlichkeit besonders aus? Haben Sie den Gestaltungsraum, den Sie brauchen?
  • Welche Unterstützungen machen es Ihnen in der Führung leicht? Sind Sie sich des Vertrauens Ihres Teams, der Kollegen und Vorgesetzten sicher? 
  • Welche besonderen Entscheidungen Ihrer Vorgesetzten sind aus Ihren Impulsen hervorgegangen? Wie haben Sie das bewirkt?
10. Das Spannungsfeld der Pole.
Lernen von den alten Märchen.
  • Wenn Sie an große Veränderungen in Ihrem Leben denken - was war vorher ganz anders als hinterher? Wo auf dem Weg haben Sie den Schalter umgelegt?
  • Sagen Ihnen andere, dass Sie in Zeiten der Veränderung Sicherheit und Klarheit vermitteln?
  • Können Sie die Gegenpole auf den Punkt bringen, um Ihren Weg der Überwindung der Hindernisse aufzuzeigen?
  • Würdigen Sie, wo sie heute stehen? Reden Sie davon, wovon sie sich lösen, wo sie morgen sein wollen und welche Schritte dahin zu gehen sind?

11. Paradoxon vom Erwarten des Scheiterns.
Lernen vom Kleinkind.

  • Welche einschneidenden Erfahrungen von Rückschlägen, Scheitern und Versagen haben Sie gemacht? Welche Stärkung haben Sie im Nachgang aus dieser Erfahrung gezogen? 
  • Ist es Ihnen gelungen, ein Gefühl der Scham zu überwinden? Was hat Ihnen wieder Kraft und Zuversicht gegeben?
  • Was hat Sie in letzter Zeit belastet, zurückgeworfen,  Energie gekostet?
  • Wann in letzter Zeit sind Ihre Emotionen hochgekocht? Was wurde da verletzt? Was hat es mobilisiert?
12. Lebenslang Lernen.
Lernen von Garten und Natur. 
  • In welchen Momenten öffnen Sie sich bewusst für den stetigen Wandel der Natur und für die Geschenke des Lebens?
  • Was lässt Sie am Morgen motiviert, mit einem Lächeln, aus dem Bett springen?
  • Inwieweit bin ich als Führungskraft neugierig darauf, meine Potenziale weiter zu entfalten?
  • Was möchte ich gerne noch lernen?

 


[*] In seiner Studie „Der Weg zu den Besten“ hat Jim Collins die Struktur des Erfolges von Unternehmen untersucht: Was unterscheidet nachhaltig überproportional erfolgreiche Unternehmen von den weniger erfolgreichen? Er zeigt auf, dass es wesentlich auf 3 Säulen ankommt: disziplinierte Menschen, diszipliniertes Denken und diszipliniertes Handeln. Das Modell weitet Jim Collins (2005) in seinem Monograph „Good to Great and the social sectors“ auf gemeinnützige Organisationen aus.