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Spital Bad Säckingen

Stationsmanagement Innere Medizin

Stationsmanagement, Spital Bad Säckingen
Projektzeitraum
  • 2011-2012
Ansprechpartner
  • Uwe Lorenz, Geschäftsführer, Spital Bad Säckingen

Zielsetzung

Seit Anfang 2011 gehört das Spital Waldshut gemeinsam mit dem Spital Bad Säckingen zur Spitäler Hochrhein GmbH. Beide Krankenhäuser bleiben nach der Fusion eigenständige Einrichtungen im Sinne des Krankenhausplans des Landes Baden-Württemberg. Projektziel war es, den Aufbau eines Stationsmanagements auf der internistischen Pflegeebene – bestehend aus vier Stationsflügeln – im Spital Bad Säckingen zu pilotieren. Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität sollten verbessert und zugleich klare Zukunftsperspektiven für Arztdienst und Pflegekräfte gefördert sowie deren Motivation für den Veränderungsprozess gestärkt werden.

Umsetzung

Im Herbst 2011 führte Ruhl Consulting eine Ist-Analyse durch, welche alle Kernabläufe innerhalb der Abteilung für Innere Medizin umfasste. Bei einer Begehung wurden alle Kernprozesse auf Station und die stationsrelevanten Schnittstellen betrachtet. Zusätzlich wurde eine Organisationserhebung durchgeführt, um die Mitarbeiter in den Verbesserungsprozess aktiv einzubinden sowie Stärken und Verbesserungspotentiale aus Sicht der Mitarbeiter zu erhalten. Daraus wurden konkrete Hinweise auf die Priorisierung von Handlungsansätzen abgeleitet. Bei den Engpassfaktoren handelte es sich um die Klärung von Verantwortlichkeiten und Kompetenzen, die Verbesserung des Informationsflusses sowie um die Koordination berufsgruppenübergreifender Kernprozesse auf Station. Effektive Abstimmung der Berufsgruppen auf Station und an den Schnittstellen zur Station vermeidet „Verschwendung“ in den Prozessen und steigert damit die Effizienz des Personaleinsatzes. Der Fokus im Projekt wurde auf die berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit gerichtet. Die Ziele konzentrierten sich daher primär auf drei Themenschwerpunkte:

  • Synchronisation der Berufsgruppen durch einen koordinierten berufsgruppenübergreifenden Tagesablaufplan, um Belastungsspitzen zu glätten und Transparenz zu schaffen
  • Integration und Weiterentwicklung von Teamarbeit, Standards und Koordination
  • Definition der Stationsverantwortung, u. a. durch Festlegung eines Managementteams, um die Verbindlichkeit in klar strukturierte Abläufe auf Station zu erzeugen und einzufordern
  • Delegation von professionsfremden Tätigkeiten

Die berufsgruppenübergreifend erarbeiteten Regelungen für die Aufbau- und Ablauforganisation der Abteilung für Innere Medizin wurden schriftlich im Stationsmanagementhandbuch für die Abteilung festgehalten. Das Stationshandbuch wurde von der Projektgruppe in mehreren Projektsitzungen erarbeitet und den Mitarbeitern in einer Informationsveranstaltung in einer Kurzpräsentation übersichtlich aufbereitet und für den Alltag an die Hand gegeben. Zudem wurde ein Personalentwicklungskonzept für den ärztlichen und pflegerischen Dienst entwickelt, Tätigkeitsbeschreibungen für Stationsmanager und Stationssekretärin erstellt, ein pflegerisches Ausfallkonzept etabliert sowie ein Einarbeitungskonzept und Einarbeitungschecklisten verfasst.

Ergebnisse

Der Start der Umsetzungsphase hing von der erfolgreichen Neueinstellung der Stationssekretärinnen ab, da diese Aufgaben im Rahmen des Stationsmanagement übernehmen sollten. Die Managementverantwortung war insbesondere zu Beginn der Umsetzungsphase von besonderer Bedeutung und wurde von den beiden pflegerischen Stationsleitungen sowie einem Oberarzt verantwortlich über die Laufzeit des Projektes übernommen.

Unter den erschwerten Rahmenbedingungen durch zunehmend unerfahrenes Personal und unterbesetztem Stellenplan, v.a. im ärztlichen aber auch im pflegerischen Dienst, stellt sich die Entwicklung positiv dar, obwohl die definierten Prozessziele zum Projektabschluss noch nicht erreicht wurden:

  • Das Führungsteam denkt in interprofessionellen Zusammenhängen füreinander, statt sich voneinander abzugrenzen („Führen durch Vorleben“).
  • Den Mitarbeitern ist die geordnete Tagesablaufstruktur der Station in weiten Zügen bekannt.
  • Die Stationssekretärinnen unterstützen v. a. die Arbeit der Assistenzärzte, das Reinigungspersonal entlastet die Pflegekräfte. Eine berufsgruppenübergreifende Verbindlichkeit entwickelt sich.
  • Zusammenarbeit von Arzt und Pflege ist im Allgemeinen angenehm und harmonisch, es herrscht Respekt füreinander, die wechselseitig gerichtete Disziplin hat sich erhöht.

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