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Privatklinik Dr. Amelung

Stationsarztsystem in der Psychiatrie 

Stationsarztsytem, Privatklinik Dr. Amelung
Projektzeitraum
  • 2011-2012
Ansprechpartner
  • Dr. med. Klaus-Christopher Amelung, Geschäftsführer, Privatklinik Dr. Amelung GmbH

Zielsetzung

Im Jahr 2010 führte die Pflegedienstleitung der Privatklinik Dr. Amelung eine gezielte Befragung des Pflegepersonals durch. Die Auswertung dokumentierte einige Anliegen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen, u. a. die Reduzierung der patientenfernen Aufgaben, die Verbesserung der Kommunikation und des patientenbezogenen Informationsflusses zwischen den Berufsgruppen sowie die Stärkung der Teamidentifikation über die Berufsgruppen hinweg.

Die Klinikleitung nahm die Belastungsklagen der Mitarbeitenden im Pflegedienst auf Station und ihre lösungsorientiert formulierten Anliegen als Anlass, das Organisationskonzept der Klinik auf den Prüfstand zu stellen. Hierfür wurde ein von Ruhl Consulting extern begleitetes Pilotprojekt ins Leben gerufen. Anspruch ist, die gemeinsame Prozessverantwortung auf Station von Arzt und Pflege auf Augenhöhe zu fördern und darauf aufbauend die Kommunikationsprozesse im gesamten Behandlungsteam in ihrer Effektivität zu stärken.

Umsetzung

Der Effizienzdruck macht mit der Einführung des DRG-Systems in der Psychiatrie auch vor Privatkliniken nicht halt. Gemeinsam mit der Klinikleitung wurde nach Lösungen gesucht, die weiterhin genügend Raum für ein individuell zugeschnittenes Behandlungsangebot bieten, das dem Anspruch einer Privatklinik gerecht wird, und die zusätzlich erlauben, dass sich hochqualifiziertes Personal auf seine Kerntätigkeit konzentriert und Stationen administrativ entlastet werden.

Gemeinsam wurde die Vorstellung entwickelt, die Organisation auf ein Stationsarztsystem umzustellen, in dem die behandelnden Ärzte – anders als die Psychologen – fest auf einer Station eingesetzt werden. Da auf eine individuell stimmige Arzt-Patienten-Zuordnung nicht verzichtet werden soll, müssen die Patienten bereits bei der Einbestellung nach Abstimmung mit dem Einweiser oder nach Kenntnis der Vorgeschichte der geeignetsten Station zugewiesen werden. Bei Vollauslastung des Hauses ist dieses Belegungsmanagement keine einfache Aufgabe. Den Ärzten wird es dadurch möglich, ihren Arbeitstag fest auf ihrer jeweiligen Station zu verbringen und damit für das Stationsteam präsent zu sein.

Auf dieser Situation aufbauend konnten dann die Informations- und Kommunikationsstrukturen unmittelbarer und unter Berücksichtigung von Ausfallvertretungskonzepten aufgebaut werden. Patienten- und prozessbezogene Informationen sollen so unmittelbar wie möglich und so zentral wie nötig ausgetauscht werden.

 Ergebnisse

Ein Zusammenwachsen der Mitarbeitenden zu Teams ist auf allen Stationen deutlich wahrnehmbar, obwohl die Evaluationsphase durch hohen Personalausfall geprägt war. In den Teams herrscht eine z. T. sehr harmonische, konstruktive Arbeitsatmosphäre. Durch strukturierte Abläufe zwischen den Berufsgruppen und den Abbau von Schnittstellen konnten Redundanzen vermieden und trotz einer hohen Arbeitsverdichtung Raum geschaffen werden. Der Projekterfolg ist in einem hohen Maße auf den Einsatz der Führungskräfte für das Stationsteam und die damit verbundene Würdigung der Mitarbeitenden zurückzuführen.

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