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Klinikum Frankfurt Höchst

Organisationsentwicklung in der Frauenheilkunde 

Organisationsentwicklung in der Frauenheilkunde, Klinikum Frankfurt Höchst
Projektzeitraum
  • 2012–2013
Ansprechpartner
  • Prof. Dr. med. Volker Möbus, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Klinikum Frankfurt Höchst

Zielsetzung

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein Haus der höchsten Versorgungsstufe. In der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe kommen jährlich rund 1.800 Kinder zur Welt. Gemeinsam mit anderen Fachabteilungen des Klinikums ist die Geburtshilfe als Perinatalzentrum Level I (höchste Versorgungsstufe) zertifiziert. Im Bereich Gynäkologie verfügt die Klinik über ein Brustzentrum (EUSOMA, DKG/ DGS) und ein gynäkologisches Krebszentrum (DKG/ DGS).

Auf Initiative des Klinikdirektors wurden wir Anfang 2012 beauftragt, eine Organisationsentwicklung in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe durchzuführen. Ziele umfassten die Auflösung interner Konflikte, die Stabilisierung des Teams, eine Steigerung der Fallzahlen und Erlöse sowie die Erarbeitung verbindlicher berufsgruppenübergreifender Organisationsstrukturen und Abläufe.

Umsetzung

Ausgangspunkt der Organisationsentwicklung bildete eine umfassende Analyse des Status Quo. Neben der Auswertung des Berichtswesens und der Controlling-Daten wurden die einzelnen Bereiche der Frauenheilkunde im Rahmen von Hospitationen begangen. Mit allen Ärzten wurden strukturierte Einzelinterviews geführt.

Die Ergebnisse der Ist-Analyse wurden dem Team in einer Strategieklausur vorgestellt und in einem Gutachten für die Geschäftsführung dargelegt. In der Strategieklausur wurden eine SWOT-Analyse und ein Organigramm erarbeitet. Organigramm und SWOT-Analyse bildeten die Grundlage zur Ableitung eines Maßnahmenplans bis Ende des Jahres, der umfassende Struktur- und Prozessverbesserungen in der gesamten Abteilung vorsah.

Wichtige Elemente der Projektarbeit waren die Übernahme von Verantwortung im Rahmen der neu definierten Matrixorganisation gemäß Organigramm sowie der regelmäßige sowohl informelle als auch institutionalisierte Informationsaustausch im Team. Zentrale Teilprojekte umfassten die Erarbeitung eines Organisationshandbuchs für die gesamte Klinik, die Konzeptionierung eines "Elternzentrums", die Überarbeitung der Darstellung im Internet und die Aufarbeitung und Auflösung der internen Konflikte.

Zur Auflösung der Konflikte wurde eine spezielle Methodik, die sogenannte "Wünschepost", angewandt. Zielsetzung hierbei ist es, die Bedürfnisse der einzelnen Konfliktparteien klar zu formulieren und die künftige Zusammenarbeit in wechselseitigen "Verträgen" zu vereinbaren. Zentrales Element ist die schrittweise Hinführung der Konfliktparteien zu einem gemeinsamen Dialog. Auf diese Weise konnte das Verständnis der unterschiedlichen Berufsgruppen füreinander deutlich verbessert werden. Die Zusammenarbeit gestaltet sich inzwischen weitgehend reibungslos.

Zusätzlich wurden Einzelcoachings für Mitarbeiter angeboten, um ihr Selbstverständnis in ihrer Rolle als Führungskraft und die Übernahme von Verantwortung gegenüber Kollegen und Mitarbeitern zu entwickeln und ihnen Hilfestellung im Veränderungsprozess zu geben.

Mit der Oberärztin und der leitenden Hebamme wurde eine Projektgruppe zur Konzeption eines "Elternzentrums" etabliert. Das Elternzentrum wird künftig geburtshilfliche Patienten vom ersten Kontakt mit der Klinik über die Geburtsvorbereitung bis hin zur Geburt und Nachsorge vollumfänglich betreuen und somit die zentrale Koordination aller geburtshilflichen Angebote der Klinik übernehmen.

Ergebnisse

Die Frauenheilkunde konnte ihre Fallzahlen innerhalb eines Jahres um mehr als 300 Fälle (plus 7%) und die Erlöse um mehr als 6% steigern. Gleichzeitig blieben die Sachkosten und die ärztlichen Personalkosten nahezu konstant. Die Geburtenzahlen und der Umfang der durchgeführten Pränataldiagnostik konnten signifikant gesteigert werden, sodass das Klinikum Frankfurt Höchst den größten Geburtenzuwachs aller Kliniken des regionalen Umfelds aufweisen kann.

Die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Pflege, Ärzten und Hebammen hat sich deutlich verbessert. Die gesamten Behandlungsprozesse und organisatorischen Abläufe wurden auf eine bestmögliche Betreuung der Patientinnen hin ausgerichtet. Die Zufriedenheit der Patientinnen konnte damit signifikant gesteigert werden, was sich in exzellenten Weiterempfehlungsquoten und Kommetaren in Bewertungsportalen äußert, insbesondere in der Geburtshilfe eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit des Marketings. 

    Lesen Sie weiter

    Mehr zu dem Projekt lesen Sie in der Pressemitteilung des Klinikums Frankfurt Höchst.

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