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Krankenhausberater 6-2016: Leitbild

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Ende Januar 1975 tritt ein 17-jähriges Mädchen namens Vera Brandes auf die Bühne der Kölner Oper.* Es ist der aufregendste Tag in ihrem Leben. Sie ist Deutschlands jüngste Konzertveranstalterin. Sie hatte die Kölner Oper überredet, ein spätabendliches Jazzkonzert des amerikanischen Musikers Keith Jarrett auszurichten. 1.400 Menschen sollten kommen. In wenigen Stunden sollte Jarrett zum Solokonzert auf dieselbe Bühne treten, sich an den Konzertflügel setzen und mit seinem bereits weltberühmten Improvisationsspiel zu spielen beginnen. In diesem Moment zeigte sie dem Künstler sein Konzertinstrument.

Der schlimmste aller Fehler enthüllte sich. Als Keith Jarrett sich an die Tasten setzt, stellt sich gleich heraus, dass die Oper das falsche Instrument geliefert hatte. Es war praktisch unspielbar, hatte ein hartes, begrenztes oberes Register, weil der Filz komplett abgenutzt war. Die schwarzen Tasten waren klebrig, die weißen Tasten waren nicht gestimmt, die Pedale funktionierten nicht und der Flügel war einfach zu klein dimensioniert. Die Lautstärke würde für die Kölner Oper nicht ausreichen. Jarrett sah das Instrument misstrauisch an, spielte noch ein paar Noten und dann war klar – er würde auf diesem Instrument am Abend nicht spielen. Er ging hinaus und setze sich in sein Auto. 

Vera Brandes versuchte sofort einen geeigneten Ersatzflügel zu organisieren. Doch das war in der Kürze der Zeit nicht zu schaffen. Sie konnte gerade noch einen Klavierstimmer organisieren, um das Instrument professionell zu überarbeiten. Also ging sie hinaus zum Auto. Dort stand sie im wahrsten Sinne des Wortes im Regen, als sie mit Keith Jarrett sprach und ihn inständig bat, das Konzert nicht abzusagen. Er sah aus seinem Auto diese klitschnasse deutsche Jugendliche, bekam Mitleid mit ihr und sagte ihr dann tatsächlich das Konzert mit den Worte zu: "Vergiss das niemals ... das tue ich nur für dich." 

Und einige Stunden später trat Jarrett tatsächlich auf die Bühne der Oper setzte sich ans unspielbare Instrument und begann. Er passte sein Spiel den Möglichkeiten des Flügels an. Jarrett vermied jene oberen Register. Er hielt sich an die mittleren Töne der Tastatur, was dem Stück eine beruhigende, atmosphärische Qualität gab. Aber da der Flügel so leise war, musste er rollende, repetitive Bassriffs einbauen. So entstand eine Aufführung, die sich durch eine friedliche Qualität auszeichnet und gleichzeitig voller Energie ist. Das Publikum war begeistert und das Kölner Konzert ist das meistverkaufte Klavieralbum und das meistverkaufte Solo-Jazzalbum der Geschichte. Dabei wollten die Tontechniker die Live-Aufnahme bereits streichen und ließen sie nur für interne Zwecke mitlaufen... (Hörprobe)

 

Wenn wir den Mut haben, uns auf vermeintlich unzumutbare Rahmenbedingungen einzulassen und sie für unsere Sache zu gestalten, öffnen wir uns, gewohnte Denk- und Handlungswege zu verlassen und etwas Neuem, Kreativen Raum zu geben. Das kostet Mut, Selbstvertrauen, garantiert nicht den Erfolg, schafft aber eines: einen neuen Spielraum. Störungen haben die Kraft, unser Gehirn zu Höchstleistung anzuspornen und damit jenseits der eingefahrenen Bahnen neue Lösungsansätze zu finden. Und in ganz besonderen Momenten, wie damals in Köln, entsteht daraus kreative Magie pur, von der sich alle gerne berauschen lassen...

Nicht selten bietet die Weihnachtszeit mit der einhergehenden Hektik oder das Weihnachtsfest mit all unseren Lieben genau diesen kreativen Spielraum. Perfektionismus aufgeben, sich auf das Machbare beschränken und für sich selbst neue Wege entdecken. So entsteht Raum für echte Beziehungen von Mensch zu Mensch.

Wir wünschen Ihnen in diesem Sinne ein magisches Weihnachtsfest und einen kreativen Start ins Neue Jahr 2017! Wir bedanken uns für Ihre Lesebegleitung das Jahr hindurch, die Anregungen und das schöne individuelle Feedback, das wir erhalten haben und freuen uns, Sie auch nächstes Jahr wieder mit impulsgebenden Geschichten, Praxisbeispielen und Buchtipps zu inspirieren. 

Wir wünschen Ihnen auch heute wieder viel Spaß und spannende Antworten beim Lesen des Newsletters! 

Herzliche Grüße
Stefan Ruhl und Elke Eberts 

  

*siehe auch: www.ted.com/talks/tim_harford_how_messy_problems_can_inspire_creativity/transcript


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Aus der Praxis: Leitbild - lebendig und integriert

Was bedeutet das neue konzernweite Leitbild für Sie persönlich? Wie setzen Sie das Leitbild im Arbeitsalltag um? In Zeiten der Veränderung erfährt die Kommunikation fester gemeinsamer Grundwerte eine Renaissance. Wie ein solcher Kommunikationsprozess aussehen kann, um lebendige Wirkung zu zeigen, lesen Sie hier.

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Unser Buchtipp: Die Kunst starker Führung 

Klaus Sejkora und Henning Schulze haben mit „Die Kunst der starken Führung“ ein Buch geschaffen, das praxisorientiert die Grundlagen der Transaktionsanalyse* nutzt. So zeigt es auf, wie starke Führung gelingen kann. Um den praktischen Fallbezug sicherzustellen, beginnen sie ihr Buch mit fünf Darstellungen von Menschen in unterschiedlichen Führungspositionen und -situationen. Diese Personen haben die Autoren real im Rahmen von Coachings, Trainings oder der Unternehmensberatung unterstützt.

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