Selbstmanagement und Ziele: Der Krug und die großen Steine

Selbstmanagement | Ziele - Oft mangelt es uns nicht an Zielen und Ideen. Allein die Zeit scheint nicht zu reichen, sie alle umzusetzen.

Unser Ideenkorb für 2013 ist gut gefüllt, die Ziele sind gesetzt, neue Projekte laufen an und wir freuen uns auf ein spannendes und erfolgreiches Jahr gemeinsam mit Ihnen. Fast fühlt es sich so an, als könne ein Jahr nicht genug Raum bieten, um all die neuen Ideen umzusetzen. Das bedeutet, die Ziele müssen sorgsam geplant werden. Geht es Ihnen genau so? Zu viele Vorhaben, zu wenig Zeit? Dann nehmen Sie immer mal wieder folgende Geschichte für einen Perspektivenwechsel zur Hand:

Ein weiser Professor und Zeitforscher wurde eines Tages gebeten, einen guten Vortag über den sinnvollen Umgang mit der Zeit zu halten. Doch anstatt zügig mit der Vorlesung zu beginnen, betrachtete er seine Zuhörer eine Weile und verkündete dann: „Wir werden ein Experiment durchführen“. Er ging zu einem Tisch, auf dem ein riesiger Glaskrug stand. Niemand wusste, was das zu bedeuten hatte. Der Professor legte nun nach und nach ein Dutzend Tennisball großer Steine in den Krug. Als der Krug bis oben hin gefüllt war, und kein weiterer Stein mehr Platz hatte, fragte er in die Runde: „Ist der Krug jetzt voll?“ „Ja“ kam die einstimmige Antwort. „Wirklich?“, fragte der Professor. Unsicherheit machte sich unter den Anwesenden breit. Da nahm der Professor einen Becher mit Kieselsteinen und schüttete diese sorgfältig über die Steine im Krug, so dass die Kieselsteine sich verteilen konnten. Das Publikum staunte und als der Professor wieder fragte: „Ist der Krug jetzt voll?“, waren alle verunsichert, obwohl der Krug augenscheinlich bis zum Rand gefüllt war. Einer der Zuschauer meinte, „Es sieht so aus als ob, aber wahrscheinlich ist er es nicht.“ Der Professor lächelte, verschwand erneut und kehrte mit einem Eimer Sand wieder, den er vorsichtig in den Krug rieseln lies. Der Sand füllt die Räume zwischen den großen Steinen und den Kieselsteinen auf. Als der Professor fragte, “Ist der Krug nun voll?“, antwortete sein Publikum ohne Zögern: „Nein“. Der Professor füllte den Krug bis zum Rand mit Wasser.

„Was sagt Ihnen dieses Experiment?“. Nach einer kurzen Pause sprach er weiter: „Das Experiment macht deutlich, dass es auf die Reihenfolge ankommt. Nur wenn wir die großen Steine als erstes in den Krug legen, passt alles andere später hinzu. Wenn wir die großen Steine zum Schluss hineinlegen, werden wir niemals alles unterbringen.“ Der Professor schwieg eine Weile und fragte dann: „Was sind die großen Steine in Ihrem Leben“. Er machte eine Pause und fragte weiter „Ihre Gesundheit? Ihre Familie, Kinder, Freunde? Ein Hobby? Die Realisierung Ihrer Träume? Was auch immer es ist, setzen Sie es an die erste Stelle. Sonst finden Sie am Ende vielleicht keinen Platz mehr dafür. Denn wenn Sie Ihr Leben mit Kleinigkeiten, wie zu vielen Kieselsteinen und Sand, füllen, fehlt Ihnen am Ende die Zeit für das, was wirklich wichtig ist. Deshalb fragen Sie sich immer wieder: „Was sind die großen Steine in meinem Leben“, und legen Sie diese als erstes in den Krug Ihres Daseins“.

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Verantwortlich für Redaktion und Inhalt: Dr. Elke Eberts und Stefan Ruhl.