Sejkora, Klaus | Schulze, Henning

Die Kunst der starken Führung – persönliche Potenziale kraftvoll nutzen, Ressourcen der Mitarbeiter stärken.

Klaus Sejkora und Henning Schulze haben mit „Die Kunst der starken Führung“ ein Buch geschaffen, das praxisorientiert die Grundlagen der Transaktionsanalyse* nutzt. So zeigt es auf, wie starke Führung gelingen kann. Um den praktischen Fallbezug sicherzustellen, beginnen sie ihr Buch mit fünf Darstellungen von Menschen in unterschiedlichen Führungspositionen und -situationen. Diese Personen haben die Autoren real im Rahmen von Coachings, Trainings oder Unternehmensberatung unterstützt.

Im ersten Teil des Buches begleitet der Leser eben diese fünf Personen in ihrem spezifischen Führungsalltag. Dabei gehen die Autoren jeweils auf die Grundelemente starker Führung ein. Sie legen ihr Augenmerk auf die für sie entscheidenden fünf Dimensionen des Führens,

  • die Führungskraft in ihrer Persönlichkeit und Selbststeuerung
  • die Menschen, die es zu führen gilt
  • die Kommunikation
  • den Führungsauftrag
  • die Organisation

sowie auf die fünf entscheidenden Stellschrauben, die je nach Problemstellung justiert werden müssen:

  • die persönliche Autonomie, also Eigenständigkeit
  • Klarheit über die eigene Rolle und die der anderen
  • Klarheit über die Grenzen der Organisation, der eigenen Einheit, der Ziele, der handelnden Personen und natürlich der eigenen Grenzen
  • Motivation und Selbstmotivation
  • Resilienz – die Fähigkeit mit Belastung, Stress und Krisen umzugehen, der nach Sejkora und Schulze eine ganz besondere Rolle zukommt

Entlang der Kapitel führen die Autoren die verschiedenen Modelle der Transaktionsanalyse ein. Diese dienen als Orientierungshilfen, um sich selbst und andere Menschen sowie die Kommunikation und Interaktion zwischen ihnen besser zu verstehen und Einfluss darauf zu nehmen.

Während der erste Teil des Buches mit seinen vier Kapiteln eine Art Grundlagenteil in Form eines Arbeitsbuches darstellt, umfasst der zweite Teil konkrete Fragestellungen aus dem Führungsalltag. Hier lassen sich spezifische Fragestellungen wie in einem Handbuch nachschlagen. So z.B. Führen in Krisensituationen, unpopuläre Entscheidungen kommunizieren oder Führen in Change-Prozessen. Insbesondere der erste Teil des Buches umfasst viele Übungen, Reflexionsfragen sowie Tests (z.B. zur eigenen Resilienz).

„Die Kunst der starken Führung“ ist im Kern ein Arbeitsbuch zum (Selbst-)coaching. Die Fallbeispiele geben einen guten Praxisbezug, die Theoriemodelle der Transaktionsanalyse sind anschaulich und leicht verständlich dargestellt und die 51 Übungen geben ausreichend Raum, sich konsequent mit dem eigenen Führungsverhalten, den eigenen Potenzialen und denen seiner Mitarbeiter auseinanderzusetzen. Dazu lernt man wie nebenbei die Modelle der Transaktionsanalyse kennen und verstehen.

 

Sejkora K., Schulze H.: Die Kunst der starken Führung – persönliche Potenziale kraftvoll nutzen, Ressourcen der Mitarbeiter stärken, Verlag Fischer & Gann, Munderfing 2016.

 

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* Die Transaktionsanalyse (TA) wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts von dem amerikanischen Psychiater Eric Berne (1910–1970) begründet und wird bis heute weltweit angereichert, modifiziert und weiterentwickelt. Die TA stellt theoretisch fundierte, anschauliche, psychologisch lebensnahe Konzepte zur Verfügung, mit denen Menschen sich selbst und andere bezüglich ihrer erlebten Wirklichkeit reflektieren, analysieren und bei Bedarf verändern können. TA integriert Gedankengut aus der Tiefenpsychologie, der Gestalt- und Verhaltenstherapie und aus systemischen Ansätzen. Sie findet Anwendung in den Bereichen Beratung, Pädagogik, Entwicklung von Organisationen und Psychotherapie (www.dgta.de).

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Verantwortlich für Redaktion und Inhalt: Dr. Elke Eberts und Stefan Ruhl.