Interimsmanagement - Wachstum gestalten

Neben unseren Beratungsprojekten übernehmen wir auch die Interimsgeschäftsführung auf Zeit.

Unser Ansatz

Diese Aufgabe birgt besondere Herausforderungen. Sie setzt für den Berater bzw. das Beraterteam und den Auftraggeber eine besondere ethische Rollenklarheit voraus und braucht zur Untermauerung ein stimmiges Führungsverständnis. Dies gilt insbesondere, wenn das Interimsmanagement mit einem wirtschaftlichen Sanierungsauftrag einhergeht.

Unser Anliegen in allen Projekten ist es, Restrukturierungsprogramme für unsere Auftraggeber mit den Menschen umzusetzen und immer in Wachstumsperspektiven zu denken. Auch bei schwierigen unternehmerischen Sachentscheidungen ist es uns wichtig, gemäß unserer Überzeugung zu handeln, dass nachhaltiger unternehmerischer Erfolg und nachhaltige Veränderungen über eine authentische Haltung der empathischen Führung umgesetzt werden.

Nicht alle unternehmerisch notwendige Maßnahmen werden Mitarbeiter gutheißen können, insbesondere nicht, wenn es um striktes Kostenmanagement zu ihren Lasten geht. Gerade dort die Führungskräfte der nächsten Ebene im Blick zu behalten und auch unternehmerisch eng einzubinden, ist uns ein Anliegen im Veränderungsprozess. Die Durchführung von Klausurtagungen, die Pflege von Informations- und Kommunikationsprozessen mit den oberen Führungskräften über das Mittelmanagement bis zu den Fachkräften stellen Aufgaben in der Umsetzungsbegleitung dar, die in aller Regel mindestens genauso aufwändig sind wie die Entwicklung der strategischen Konzeption mit Einbindung der Betroffenen selbst. Zumal es hier selten um die Übermittlung reiner Sachinformation geht, sondern in aller Regel um die Abbildung authentischer vertrauensbildender Prozesse in harten Zeiten, anhand derer die Vertrauensurteile in der Organisation gefestigt – oder aber nachhaltig gestört – werden.

Auch wenn wir Interimsmanagement mit einer klaren Rollenverteilung im Team betreiben: Eine große Chance im Interimsmanagement besteht darin, dass wir anders als in Beratungsprojekten bei der Übertragung der Interimsgeschäftsführung einen zusätzlichen Effektivitätshebel haben – durch die damit verbundenen direkten disziplinarischen Kompetenzen werden schnelle Entscheidungsprozesse in der Umsetzungsbegleitung möglich, da wir nicht in einer Projektaufbauorganisation aufgehängt sind, sondern in Einklang mit dem Mandat direkte Funktion ausüben können. In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit der nächsten Führungsebene vor Ort gelingt es uns dabei in unterschiedlichen Aufträgen in kurzer Zeit erstaunliche Potenziale der Kundenorganisation freizulegen ohne wachstumsbegrenzend rein auf kurzfristige Rationalisierungsmaßnahmen zu setzen. Und davon profitieren nicht nur Führungskräfte und Mitarbeiter, sondern am Ende auch die Patienten.

Vorgehen in einer Klinik

In der Rolle als Interimsgeschäftsführung für eine Klinik war es unsere Aufgabe, den Balanceakt zwischen Rationalisierungsvorhaben und wachstumsorientierten Projekten gut zu gestalten. Das Ziel lag darin, eine nachhaltige Ergebnisverbesserung bezogen auf den Jahresumsatz zu realisieren.

Ein zentraler Erfolgsfaktor für die Weiterentwicklung eines Hauses liegt in der Integration aller Leistungsträger und klaren, verlässlichen Leitungsstrukturen und der Verantwortungsklärung. Dabei konzentrieren wir uns auf zwei wesentliche Perspektiven im Rahmen unseres Interimsmanagements – der strategischen Entwicklung mit Fokus auf Wachstumsfelder und der Restrukturierung des Unternehmens mit stärkerem Fokus auf Einsparpotenziale. Im Detail beinhalten diese Perspektiven die folgenden Unterthemen:

1.) Strategische Entwicklung

2.) Definition von strategischen Zielen und in einem zweiten Schritt Verbindung der Ziele mit den Einsparpotenzialen: Konzentration auf das Wesentliche

  • Ausbau des medizinischen Leistungsportfolios (Erlössteigerung)
  • Motivation aller Mitarbeiter und Performancesteigerung
  • Weiteraufbau einer Vertrauenskultur unter schwierigen Vorzeichen

3.) Restrukturierung des Unternehmens (ca. 50 Prozent der wirtschaftlichen Zielsetzung):

  • Identifikation und Umsetzung von Einsparpotenzialen im Sachkostenbereich
  • Optimierung und Anpassung der Personalkosten an das Leistungsgeschehen
  • Identifikation von Verzichtleistungen (möglichst ohne Einfluss auf das Kerngeschäft)
Ergebnis

Das Restrukturierungsprogramm beinhaltet eine Vielzahl an fokussierten Einzelprojekten, die von uns nach Ihrem Ergebnisbeitrag priorisiert sind. Die Prognose bezogen auf die Interimsmanagementzeit beträgt ca. 5 Prozent Ergebnisverbesserung gegenüber der Ausgangssituation. Die Fachabteilungen haben klare individuelle Entwicklungsperspektiven zur Stärkung der eigenen Werthaltigkeit und ein Klima des Miteinanders ist vorsichtig im Entstehen.

Die Zusammenarbeit mit Vertragspartnern ist klarer fokussiert und die Rückmeldungen aus den kontinuierlichen Patientenbefragungen, denen ein wichtiger Fokus gilt, haben zugenommen und weisen sehr positive Resultate auf. Für uns stellen diese Rückmeldungen wertvolle Momente dar, in denen sich der nachhaltige Sinn unserer Arbeit spiegelt. Dafür sind wir dankbar.

Zu weiteren Beiträgen
Rollenklarheit und Führungsverständnis als Erfolgsfaktor
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Verantwortlich für Redaktion und Inhalt: Dr. Elke Eberts und Stefan Ruhl.