Das Zeit- und Selbstmanagement des Jim Collins

Zeit - und Selbstmanagement - Ein interessanter Artikel gibt Einblicke in die persönliche Arbeitsweise von Jim Collins, dem bekannten Management-Experten.*

Seine Werke wurden zu Bestsellern: Built to Last, Good to Great, How the Mighty Fall. Würde man ihn fragen, was eine der entscheidenden Voraussetzungen für seinen Erfolg ist, würde er vielleicht sagen „Disziplin“. Und zwar die Disziplin ausschließlich das zu tun, für das man sich entschieden hat. Starthilfe hierfür gab es wohl von seinem früheren Mentor, dem Managementvordenker Peter Drucker. Drucker fragte Collins, ob es richtig sei, dass er in erster Linie Ideen entwickeln wolle. Collins nickte. Dann sagte Drucker, mit seinem berüchtigten Akzent: „Zen you must not build an organization! Because zen you will end up managing zat organization!“

Collins nahm sich das zu Herzen, baute kein großes Beratungsunternehmen auf, sondern beschäftigt bis heute lediglich fünf Mitarbeiter, die ihm direkt zuarbeiten. Wer bis in sein Arbeitszimmer vordringt, sieht ihn am Kopf eines langen Tisches sitzen, der mit Ordnern und Materialien bedeckt ist. Was er dort macht, verrät ein Blick auf das Flipchart neben ihm. Darauf steht etwa: Creative 53 % – Teaching 28 % – Other 19 %. Ganz klar, Collins ist ein minutiöser Selbstkontrolleur. Vor Jahren hat Collins beschlossen, seine Zeit genauso einzuteilen: die Hälfte für kreative Arbeit, ein Drittel für lehrende Tätigkeiten und der Rest für alles andere. Beschlossen ist beschlossen, also misst er seine Arbeitszeit mit einer Stoppuhr und ordnet sie den drei Bereichen zu. Einmal am Tag trägt er seine Werte in eine Excel-Tabelle ein und weiß am Abend so ganz genau, wie treu er seinen Zielen ist. Und weil er nach längeren Analysen herausgefunden hat, dass er innerhalb von 10 Tagen auf ein Schlafpensum von 70 bis 75 Stunden kommen muss, um kreativ zu bleiben, wird auch diese Zeit geplant, eingeloggt und kontrolliert. Ein sehr strukturiertes Zeit- und Selbstmanagement.  Das ist eiserne Selbstdisziplin – und das geht nur mit eiserner Selbstkontrolle. 

Viele Menschen stellen sich angesichts einer so strukturierten Arbeitsweise die Nackenhaare. Entscheidend für den Erfolg ist dabei gar nicht die Stoppuhr oder die Struktur. Entscheidend ist, sich dessen bewusst zu sein, was man im Leben erreichen und mit seiner Zeit anfangen möchte und für sich selbst einen Weg zu finden, genau diesen Dingen auch die notwendige Zeit zu widmen. Da ist Disziplin ein guter Wegbegleiter.

 

Vgl. Foerster und Kreuz: home.foerster-kreuz.com/2012/05/jim-collins-das-gluck-und-die-stoppuhr.html.

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Verantwortlich für Redaktion und Inhalt: Dr. Elke Eberts und Stefan Ruhl.